Elfen zu Gast

Kultursommer: Sommernachtstraum in der Totenkirche in Treysa

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Wechselvolles Liebesleben: von links Franziska Bonin als Elfe Spinnweb, Tina Hancken als Elfenkönigin, Reinhard Natt als Zettel und Sylke Domes als Elfe Erbsenblüte.

Treysa. Einen wahren Sommernachtstraum erlebten am Freitagabend die Besucher an der Totenkirche in Treysa. Das Areal hinter der Ruine wurde zu einem zauberhaften Elfenwald.

Verantwortlich dafür waren die Laienschauspieler der Bühne Hofgeismar. In der Komödie „Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare soll die Hochzeit des Herrschers von Athen - Theseus - mit der Amazonen-Königin Hypolyta gefeiert werden, gespielt von Frank Nikutta und Christina Neubacher. Die ortsansässigen Handwerker (Benno Lange, Georg Pech, Gerald Walter, Reinhard Natt und Danny Frank) werden beauftragt, ein Theaterstück einzuüben. Um das Fest in aller Harmonie feiern zu können, verurteilt Theseus die junge Hermia (Alisha Belz), ihren Verlobten Demetrius (Marc René Müller) und nicht ihren Geliebten Lysander (Christian Kersten) zu ehelichen - sonst werde sie mit dem Tod oder Verbannung bestraft.

Hermia jedoch flieht mit Lysander in den nahe gelegenen Wald. Ihre Freundin Helena, dargestellt von Frederike Harms, verrät die Flucht. Man folgt dem Liebespaar. Unabhängig davon hat das im Wald lebende Elfenkönigspaar einen handfesten Ehestreit. Der Elfenkönig (Christian Knoche) beschließt, seine untreue Ehefrau (Tina Hancken) mit einem Liebeszauber wieder für sich zu gewinnen und beauftragt den Kobold Puck (Elvira Löber), ihr während des Schlafes den Saft einer Zauberblume auf die Lider zu träufeln.

Und wenn er schon einmal dabei ist, soll er auch Demetrius mit dem Liebeszauber beglücken, damit dieser sich in Helena verliebt. Puck jedoch verwechselt Demetrius mit Lysander.

Vermeintlicher Traummann

Wie kann es anders sein, beginnt nun ein wechselvolles Liebesleben. Die Elfenkönigin erwacht und sieht den Handwerker Zettel, dem sie in tiefer Liebe verfällt. Obwohl Puck zuvor dem Handwerker aus Spaß einen Eselskopf gezaubert hatte, verwöhnt die Königin ihren vermeintlichen Traummann. In den folgenden Szenen hat der Elfenkönig Oberon einiges zu tun, bis am Ende alle glücklich vereint sind und die Hochzeit des Herrschers von Athen stattfinden kann.

Alle Ensemblemitglieder spielten ihre Rollen sehr überzeugend. Sylke Domes und Franziska Bonin schwebten als leichtfüßige Elfen über die Bühne und Dieter Dozert gab den gestrengen Haushofmeister. Regisseur Thomas Otterpohl gelang mit seinen Laiendarstellern eine professionelle Leistung, die gut in die Veranstaltungsreihe Kultursommer Nordhessen passte. Die etwa 100 Besucher bedankten sich zum Schuss mit einem herzlichen Applaus für die gelungene Inszenierung.

Von Christiane Decker

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