Nachtwey will Vorsitz des Schwälmer Heimatbundes abgeben

Möchte nur noch Museumsleiter sein: Konrad Nachtwey ist auch Vorsitzender des Schwälmer Heimatbundes. Zu einer Wiederwahl für dieses Amt tritt er nicht mehr an. Archivfoto:  Heinz

Ziegenhain. Konrad Nachtwey wird sein Amt als Vorsitzender des Schwälmer Heimatbundes aufgeben. Bei den im Frühjahr anstehenden Neuwahlen wird der 81-Jährige nicht mehr zur Verfügung stehen.

Leiter des vom Schwälmer Heimatbund betriebenen Museums am Paradeplatz will der Kunsthistoriker bleiben: „Das ist für mich Berufung.“ Derzeit übt Nachtwey beide Ämter in Personalunion aus. Nachdem er 2013 zum Museumsleiter ernannt worden war, wurde Nachtwey 2014 als Nachfolger von Wolfgang Rupp zum Vorsitzenden gewählt. Vorausgegangen waren vereinsinterne Querelen, in deren Folge Nachtwey zwischenzeitlich das Amt des Museumsleiters niedergelegt hatte.

Große Anstrengung

Inzwischen belastet den 81-Jährigen die Doppelfunktion: „Die Anstrengung ist außerordentlich“, klagt der Kasseler, der mehrfach in der Woche nach Ziegenhain pendelt.

Allein 15 000 Kilometer fahre er deshalb jährlich für den Schwälmer Heimatbund (SHB). Nicht nur das empfinde er mit Blick auf sein Alter als hohe Belastung.

Neben dem Museumsbetrieb müsse er mit einem fünfköpfigen Vorstandsteam auch die Vereinsgeschäfte am Laufen halten. Bauarbeiten, Künstlersozialkasse und vieles mehr - alles müsse organisiert werden.

Der Schwälmer Heimatbund zählt mit circa 700 Mitgliedern zu einem der größten Vereine des Altkreises. Neben dem Museum ist das Archiv der Schwalm eine weitere tragende Säule des Vereins. „Bewahren, präsentieren und entwickeln“ seien hier die Herausforderungen, so Nachtwey.

„Grandiose Mannschaft“

Von einer grandiosen Mannschaft spricht er und meint damit circa 30 Mitarbeiter, die zum größten Teil ehrenamtlich für das Museum tätig sind. Aber auch insgesamt sieht Nachtwey den Betrieb positiv.

Nicht nur das Museum der Schwalm, sondern auch das Archiv seien mit annehmbaren Räumlichkeiten und ehrenamtlichen Experten gut aufgestellt.

„Mit Verve wird jetzt ein Nachfolger für das Amt des Vereinsvorsitzenden gesucht“, erklärt Nachtwey, der auch schon bestimmte Personen im Visier hat, sich näher aber nicht äußert.

Es müsse auf alle Fälle jemand sein, der sich mit dem Schwälmer Heimatbund identifiziere.

Von Sylke Grede

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