Der Narrenmotor in Treysa lief auf Hochtouren

Gute Laune überall: Die Treysaer Karnevalisten ließen es krachen. Ob es der Auftritt der Kinder- und Jugendgarde war, Sebastian Langer von Mixpickles, der Einmarsch der Gazellen oder Christian Jatzko als Johannismann – der Spaß am Karneval war allen anzusehen. Fotos: Rose
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Gute Laune überall: Die Treysaer Karnevalisten ließen es krachen. Ob es der Auftritt der Kinder- und Jugendgarde war, Sebastian Langer von Mixpickles, der Einmarsch der Gazellen oder Christian Jatzko als Johannismann – der Spaß am Karneval war allen anzusehen.

Treysa. Vom Elferrat über das Prinzenpaar bis hin zu zahlreichen Akteuren hatten die Treysaer Narren in der Festhalle alles aufgefahren, was für einen närrische Sitzung nötig ist.

„Der Treeser Karneval hält jede Abgasnorm, unser Narrenmotor ist top in Form“ - ihrem Motto machten die Narren des Karnevalskomitees der Liedertafel Treysa am Samstag alle Ehre. Zur ersten Prunksitzung der 58. Kampagne hatten die Organisatoren eingeladen, hunderte Gäste feierten mit. Kein Wunder, sorgten über 100 Aktive in der Festhalle für ein fünfstündiges Programm voller Lokalkolorit.

Nach dem Einmarsch des Elferrates begrüßte das Publikum das Treeser Prinzenpaar, Matthias II. von der virtuellen Wolke und Ute I. von Kreylings Winkel. Den Regenten fehlte etwas Entscheidendes: Den Stadtschlüssel luchsten sie Erstem Stadtrat Detlef Schwierzeck ab. „Ein Stadtrat in der Bütt - das ist ein wahres Narrenstück“, gab er seinen Einstand auf der Bühne.

Ehemalige Prinzenpaare

Prominente Verstärkung hatte sich das Prinzenpaar mitgebracht. Ihnen zur Seite standen ehemalige Geschwister-Prinzenpaare mit dem Nachnamen Schmidt: Petra Schmidt (Teil des Paares 1996) sowie Wolfgang und Brigitte Schmidt (Paar 1965) in Originalkostümen. „Mit der Kraft der Prinzenpaarherzen, wollen wir singen und viel scherzen“, riefen die Regenten. Moderiert wurde das muntere Treiben von den Sitzungspräsidenten Karl-Heinz Aringer und Thorsten Trebing.

Den ersten tosenden Beifall erhielt die Kinder- und Jugendgarde. Über 60 Mädchen wirbelten auf der Bühne und der Tanzfläche. Den rhythmischen Ton gaben Funkenmariechen Tessa Rockensüß und Tanzmariechen Emily Knoche an.

Vom Brunnen hinab gestiegen in die Bütt war Johannismann Christian Jatzko. Er wetzte in gewohnter Manier seine Zunge am Stadtgeschehen. Gäste aus Ziegenhain, allen voran die stellvertretende Vorsitzende des ZKV Sabine Strobach, überbrachten den Treesern Wünsche und den Kampagnenorden. Nach charmanten Sticheleien hieß es: „Jetzt ist Schluss mit dem Geläster, wir kommen mit dem Abgastester.“

Schräges aus dem TV präsentierten die Mixed Pickles - das Mundspray für den richtigen Dialekt oder Kerstin Bambey als sportelnde Wuchtbrumme. Als Fuldaer Jung stieg Sascha Bischof zum ersten Mal in die Bütt: „Ich will mich integrieren und nicht nur im Gewerbegebiet auf und ab flanieren.“ Die Treeser Prinzengarde mit Funkenmariechen Theresa Knoche begab sich auf volkstümliches Terrain in Oktoberfeststimmung. Zur ersten Schunkelrunde lud die Treeser Spätlese ein.

Opa auf humoristischer Reise

Zirkusluft gab es mit den Kolibris zu schnuppern, die in der Manege eine hervorragende Figur machten. Und die Egadis zauberten effektvoll das Märchen vom Rotkäppchen auf die Bühne. Auf tänzerische Prinzentour gingen die Gazellen. Udo Lohr hatte für die Narren den Job gewechselt - vom Pförtner des Bundestages zum Chauffeur. Kajo Freischem trieb den Zuhörern die Tränen in die Augen: Mit ihm, beziehungsweise Oma und Opa, ging es auf humoristische Reisen. Mit rasantem Versmaß sowie sprachlicher Raffinesse karikierte der Wahl-Treysaer nicht nur sich selbst. Noch bis in die Morgenstunde wurde ausgelassen Tresser Karneval gefeiert.

Karneval in Treysa: Narren in Topform

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