Neuer Verein organisiert Festwochenende als Alternative zur Treeser Hutzelkirmes

Truppe mit einer ambitionierten Idee: von links Andreas Bornemann, Luisa Weckesser, Jacqueline Gonther, Leon Degenhart, Marie Haber, Christopf Rockensüß, Melissa Schneider, Marilena Ochse, Desiree Schwalm, Jana Jungclas, Till Trebing, Laura Bunk, Selina Adam und der Vorsitzende des Vereins Schwälmer Burschen Tim Dalchow. Foto:  privat

Es ist ein ambitioniertes Projekt, dass Florian Lesch, Thorsten König, Paul Haaß, Tim Köhler, Andreas Bornemann und Stephan Maier in Treysa planen: die erste Schwälmer Sommersause. Die sechs jungen Leute bilden den Vorstand eines neues Vereins - den Schwälmer Burschen.

Am 19. und 20. August soll der Platz in der Lehmenkaute in Treysa - hier fand ab 1946 die Treeser Hutzelkirmes (siehe Hintergrund) statt - wieder neu bespielt werden.

Die Idee

Die Idee zur Gründung der Schwälmer Burschen entstand zufällig, erklärt Stephan Maier. Ein einzelnes Posting auf Facebook habe für große Resonanz und positive Reaktionen gesorgt: „Für uns vollkommen unerwartet. Wir haben uns darüber ausgetauscht, wie schade es ist, dass es mit der Hutzelkirmes nun keine Veranstaltung mehr gibt, auf der man auch ehemalige Treysaer treffen kann“, verdeutlicht der 30-Jährige. Klar sei gewesen, dass man nicht die Kirmes beleben wollte, sondern „das Ganze auf neue Füße stellt“.

Die Gründung

Schnell waren Mitglieder und Unterstützer für die Idee gefunden. „Die Schwalm ist eine tolle Gegend. Was aus unserer Sicht fehlt, sind attraktive Veranstaltungen, die sich an die breite Masse, aber auch an die jungen Leute, die teilweise am Wochenende nach Marburg oder Kassel ins Nachtleben pilgern, richten“, sagt Maier. Es gebe beispielsweise zahlreiche Kulturangebote, die zum Teil ihren Reiz verloren hätten. „Wir wollen das Rad quasi schon neu erfinden“, erklärt der Vorstand.

Das Konzept

Aktuell hat der Verein 21 Mitglieder im Alter von 18 bis 30 Jahren aus fast allen Stadtteilen Schwalmstadts sowie aus Neukirchen, Frielendorf und Willingshausen. „Wir sind motiviert, kreativ und haben gute Ideen“, ist der Vorsitzende Tim Dalchow überzeugt.

Die Werbung in eigener Sache habe funktioniert: Unterstützer hätten sich in regionalen Unternehmen und befreundeten Vereinen wie der Feuerwehr oder dem Schwalmstädter Footballteam gefunden. Auch die Stadt habe in ersten Gesprächen ihre Bereitschaft gezeigt, ebenso die Gewerbeverereinigung GuT. Als Idee sei etwa ein Schwalmuferfest anvisiert.

Der Verein

Die Feuerprobe haben die Mitglieder bereits bestanden. Die erste organisierte Partyabend der Truppe in Leschs Rockkeller war im September ein riesiger Erfolg. „Der Andrang war so groß, dass wir keine Gäste mehr einlassen konnten“, erzählt Maier. Dieser Abend habe alle dazu motviviert, die Sause tatsächlich größer aufzuziehen.

Die Schwälmer Burschen verstehen sich nicht als Neugründung der Kirmesburschen. „Allerdings werden wir mit unserem Konzept von ihnen unterstützt“, erklärt der Vorstand. Die Organisatoren gehen für das Fest in Vorleistung. Die Bedienung übernehmen Mitglieder und viele Freiwillige. Etwa 30 Leute sind im Einsatz. Bewusst habe man zwei Abende geplant. „Den einen für die Ü30-Generation, den anderen für die ganz Jungen - wir freuen uns auf hoffentlich ganz viele Besucher.“ • Kontakt: Tim Dalchow, Tel. 0 160/97 56 49 76

Von Sandra Rose

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