Mehr als 200 Einsatzkräfte dabei

Dramatische Szenerie bei Großübung in Oberaula: Hubschrauber stürzte ab

Oberaula. Als die ersten Feuerwehreinheiten am Samstagnachmittag auf dem Hinterhof der VR-Bank in Oberaula eintreffen, erwartet sie ein Schreckensszenario.

Rund um einen abgestürzten Transporthubschrauber der Bundeswehr liegen schreiende und wimmernde Verletzte. Feuer und Rauch verdecken die Sicht, immer wieder kommt es zu Explosionen. Die dramatische Szenerie bildete den Auftakt für eine groß angelegte Katastrophenschutzübung von Feuerwehr, DRK und Bundeswehrfeuerwehr.

Kurz nach 16 Uhr heulten in Oberaula die Sirenen. Laut Übungsdrehbuch war es mitten im Ortskern zu einem Hubschrauberabsturz mit zahlreichen Verletzten und Folgebränden gekommen. Zusätzlich beschäftigte ein von der Übungsleitung eingespielter schwerer Verkehrsunfall die Einsatzkräfte. Der Fokus der Katastrophenschutzübung lag auf der Betreuung und Versorgung einer großen Anzahl von Verletzten. Allein fünfundzwanzig vom Mimentrupp Schwalm-Eder dargestellte Schwerstverletzte galt es zu retten, zu sichten und nach der Erstversorgung abzutransportieren. Die effektvoll geschminkten Mimen spielten ihre Rolle erschreckend realistisch. Jede falsche Berührung quittierten sie mit Schreien und verstärkten so den Stress der Retter.

Unter der Leitung von Oberaulas Gemeindebrandinspektor Michael Becker nahmen über 200 Helfer von Feuerwehr, Bundeswehrfeuerwehr, DRK und Malteser Hilfsdienst an der Übung teil. Besonders imposant natürlich die großen und modernen Einsatzfahrzeuge der Bundeswehrfeuerwehr aus Fritzlar und der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 28 Bravo. Aber auch die kleinen Ortsteilfeuerwehren der Gemeinde Oberaula trugen ihren Teil zum Gelingen bei. Es sei schön zu sehen, dass die Einheiten organisationsübergreifend Hand in Hand arbeiten, sagte DRK-Vizepräsidentin, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Für die effektvolle Inszenierung des Absturzes sorgte Pyrotechniker Udo Wollitzer und sein Team. Immer wieder rauchte und knallte es während der rund zweistündigen Katastrophenschutzübung. Nicht nur das komplexe Szenario erwies sich am Samstagnachmittag in Oberaula als Herausforderung, auch hochsommerliche Temperaturen über 30 Grad machten den Einsatzkräften sichtlich zu schaffen. Egal ab als Atemschutzgeräteträger bei Lösch- und Rettungsarbeiten oder als Sanitäter am Behandlungsplatz - der Schweiß lief in Strömen.

Übung: Hubschrauber stürzte in Oberaula ab

Hunderte Zuschauer verfolgten die von Uwe Wunsch moderierte Übung interessiert und machten sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Katastrophenschutzeinheiten. Er freue sich über die sehr gute Besucherresonanz, sagte Landrat Winfried Becker: „Das ist auch ein Zeichen von Wertschätzung seitens der Bevölkerung für unsere Einsatzkräfte.“

Rubriklistenbild: © Foto: Haaß

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