Mehr Kinder in Ottrau: Kita wird ausgebaut

Freudiges Fest nach dem Umbau: Im Juli vergangenen Jahres wurde in Ottrau die Einweihung des Kindergartens mit einem großen Fest gefeiert. Jetzt hat das Parlament beschlossen, die Kindertagesstätte zu erweitern. Archivbild: Haaß
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Freudiges Fest nach dem Umbau: Im Juli vergangenen Jahres wurde in Ottrau die Einweihung des Kindergartens mit einem großen Fest gefeiert. Jetzt hat das Parlament beschlossen, die Kindertagesstätte zu erweitern. 

Ottrau. Die Gemeinde Ottrau erlebt derzeit einen Babyboom. In der Knüllgmeinede leben 114 Kinder im Kindergartenalter. Ihnen stehen 87 freie Plätze zur Verfügung und für 100 Kinder liegen Anmledungen vor. Die Folge: Der Kindergarten muss erweitert werden.

Die Kita Ottrau wird um eine Krippen- und eine altersübergreifende Gruppe erweitert. Zudem gibt die Gemeinde im Haushaltsplan nicht wie zuvor vorgesehen 260.000 Euro für die bauliche Erweiterung der Kindertagesstätte frei, sondern 490.000 Euro. Darauf verständigten sich die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung.

Vier Elemente neu

Demnach soll die Kita um vier Elemente erweitert werden. Geplant sind der Ausbau des Eingangsbereichs und des Sanitärbereichs. Zudem soll ein zweiter Ruheraum und ein weiterer Gruppenraum angebaut werden.

Die Dringlichkeit der Kitaerweiterung machte Elke Peuster von der Kreisverwaltung während der Sitzung deutlich. „In Ottrau erleben wir derzeit einen regelrechten Baby-Boom. Ein Ausbau der Kita oder eine zweite Einrichtung sind dringend notwendig, um alle Kinder unterbringen zu können“, sagte Peuster.

Keine freien Plätze

In Ottrau leben derzeit 114 Kinder im Kita-Alter. Dem gegenüber stehen 87 freie Plätze, für 100 Kinder liegen bereits Anmeldungen vor. „An diesen Zahlen lässt sich leicht erkennen, dass unsere Kita zu nahezu 100 Prozent ausgelastet ist“, sagte Bürgermeister Norbert Miltz. Für die Erweiterung der Kita will der Gemeindevorstand nun Fördermittel beantragen.

„Wir müssen die Erweiterung der Kita als Chance und nicht als Last begreifen“, appellierte Reinhard Becker, Vorsitzender der SPD-Fraktion und bat die übrigen Fraktionen um Zustimmung. Dem wollte sich die CDU nicht verschließen. „Die gute Entwicklung der Kinderzahlen überrascht uns nicht wirklich, sondern war abzusehen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Wettlaufer. Er wies darauf hin, dass die CDU-Fraktion bereits 2012 einen Antrag auf mehr U3-Plätze gestellt habe.

Der Vorsitzende der FWG-Fraktion, Markus Knoch, warb für möglichst viel Transparenz. „Wir müssen darauf achten, die Bauplanung möglichst transparent nach außen zu tragen. Es darf nicht der Eindruck bei den Eltern entstehen, dass die Kita zur Großbaustelle wird“, sagte Knoch.

Erweiterung „alternativlos“

„Wir müssen deutlich machen, dass die Erweiterung alternativlos ist“, pflichtete ihm Heiner Stumpf von der UWG bei. Bürgermeister Norbert Miltz versprach, dass er die Öffentlichkeit über das Projekt ständig auf dem Laufenden halten werde. Zunächst sei ein Gespräch mit den Kita-Eltern geplant.

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