Ottrau wird sich am Windpark beteiligen

Windpark Die Gleiche zwischen Schrecksbach und Immichenhain . Foto: Archiv

Ottrau. Nach langen Monaten der Diskussion und auch der Kontroversen ist es nun beschlossene Sache: Als erste Kommune im Schwalm-Eder-Kreis steigt Ottrau als Investor bei einem Windpark ein.

Die Gemeinde beteiligt sich mit knapp 15,5 Prozent an den sechs Anlagen „Die Gleiche“. Das finanziert sie mit einem 1,5 Mio.-Euro-Darlehen. Innerhalb von 20 Jahren will Ottrau so bis zu 1,324 Mio. Euro Gewinn erzielen. 

Die Gemeindevertretung stimmte der Beteiligung an dem Projekt der EAM-Natur mit neun Stimmen (SPD, UWG, FWG) zu, Nein sagten in namentlicher Abstimmung die drei anwesenden CDU-Vertreter. Parlamentsvorsteher Reinhard Becker, SPD, kommentierte: „Ich bin froh, dass wir das Projekt nun in einem guten Zahlenverhältnis auf den Weg bringen.“

Als klarer Befürworter plädierte UWG-Fraktionschef Heiner Stumpf energisch für die Beteiligung: „Wir haben einmalig die Möglichkeit mit einer aktiven Beteiligung uns etwas mehr Luft in den Finanzhaushalt Gemeinde Ottrau zu verschaffen. Das Geld liegt auf der Straße und wir sind uns nicht zu schade, uns zu bücken.“ Im schlechtesten Fall werde der Überschuss noch 1,05 Mio. Euro betragen.

Jeder Ottrauer werde durch die Einkünfte entlastet, argumentierte für die SPD Mireika Jäckel-Westphal. Von „langer und reiflicher Überlegung“ sprach Beatrice Roß (FWG), „die Beteiligung ist die bessere und wirtschaftlichere Variante“. Von einem „zu hohen Risiko“ geht hingegen weiterhin die CDU aus, wie Cai Rüffer sagte.

Um eine Beteiligung an der GmbH ging es in Ottrau vier Jahre lang, der Nachbar Schrecksbach, auf dessen Gebiet zwei der sechs Anlagen entstehen, hatte sich dagegen entschieden. 

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