Schönauer nahmen das sanierte DGH offiziell in Besitz

Übergabe des sanierten Dorfgemeinschaftshauses in Schönau: (von links) Norbert Graß, Rainer Barth, Friedhelm Beckmann, Hermann Ritting und Lothar Dietrich. Foto: Haaß

Schönau. Im Rahmen des „Tags der Schönauer" konnten die Schönauer am Sonntag ihr renoviertes Dorfgemeinschaftshaus offiziell in Besitz nehmen.

Der große Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Angesichts der problemlosen Umsetzung des lokalen Großprojekts hatten die Menschen allen Grund, sich selbst ein wenig zu feiern.

Gilserbergs Bürgermeister Rainer Barth lobte die Schönauer für ihr Engagement. Mit Kosten in Höhe von 362 000 Euro sei die Sanierung des DGHs die größte Einzelmaßnahme im Zuge der bis 2016 laufenden Dorferneuerung in Schönau und Heimbach gewesen. „Hier in Schönau hat Dorferneuerung das erreicht, was sie erreichen soll - nämlich die Dorfgemeinschaft gestärkt und der Zukunft des Ortes Schönau gedient.“

Die Gesamtkosten für die Grundsanierung des DGHs beliefen sich auf 362 000 Euro. 207 000 Euro stellte das Land Hessen bereit, 10 000 Euro die evangelische Landeskirche. Der erst kürzlich fertiggestellte Außenbereich schlug mit weiteren 67 000 Euro zu Buche.

3000 Arbeitsstunden

Laut Ortsvorsteher Lothar Dietrich steckten die Schönauer mehr als 3000 Stunden ehrenamtliche Arbeit in ihr Gebäude. Der Einsatz hat sich gelohnt. Entstanden ist ein wahres Schmuckstück. Bei der Schlüsselübergabe präsentierte sich das DGH als funktionaler und freundlicher Zweckbau für alle Generationen.

Mit weiteren Projekten wie zum Beispiel dem Dorfplatz wurden in Schönau im Zuge der Dorferneuerung 520 000 Euro investiert. 318 000 Euro kamen dabei als Zuschüsse vom Land. Bei der Umsetzung aller Maßnahmen waren die Schönauer Partner und Ideengeber. Gerade der Umbau des DGH sei eine riesige Gemeinschaftsleistung gewesen, betonte Lothar Dietrich. Darüber hinaus seien weit über 20 000 Euro an Spenden in die Sanierung des Gebäudes geflossen, so der Ortsvorsteher weiter: „Es ist ein sehr gelungenes Projekt, das auf große Akzeptanz stößt.“

Launiges Grußwort

Die Leitung der Baumaßnahme lag in den Händen von Architektin Jenny Gumbel. Da Gumbel verhindert war, verlass ihr Bruder das launige Grußwort.

In ihrem Brief an die Schönauer hob die Fachfrau besonders die gute Zusammenarbeit mit dem Verein „Wir für Schönau“ hervor. Während der heißen Phase habe sie wohl täglich mit dem Vorsitzenden Hermann Ritting telefoniert, schrieb Gumbel. Altbaubedingt habe man 18 Umplanungen durchführen müssen. Trotzdem sei es auch dank des Einsatzes des Schönauer gelungen, die vorgegebenen Rahmenbedingungen einzuhalten, so die Architektin weiter. Er sei immer gerne nach Schönau gekommen, sagte Friedhelm Beckmann vorm Fachbereich Wirtschaftsförderung des Landkreises und lobte die Menschen für ihre Unterstützung: „Die Umsetzung der Dorferneuerung ist Ausdruck eines bürgerschaftlichen Engagements.“

Von Matthias Haaß

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