Einjährige Umbauarbeiten im Zentrum der Gemeinde Oberaula haben begonnen

Schule wird Sozialzentrum

Spatenstich: Mit dabei waren (von links) Architekt Thomas Schäfer, Bürgermeister Klaus Wagner, Achim Battenberg (Eon Mitte) und Renate Raab vom Bauamt. Foto: Löwenberger

OBERAULA. Im Zentrum von Oberaula und trotzdem in absolut ruhiger Lage wird derzeit die ehemalige Grundschule in ein modernes Multifunktionsgebäude umgewandelt.

Auf rund 800 Quadratmetern Fläche sollen hier eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis, eine Physiotherapiepraxis, eine Tagespflegestation, mehrere Appartements für betreutes Wohnen und eine Mehrgenerationenbegegnungsstätte entstehen. Knapp 1,5 Millionen Euro wird die Gemeinde Oberaula als Bauherr in das Projekt stecken.

Erwartet werden dabei Fördergelder und zinsgünstige Darlehen vom hessischen Sozialministerium, der „LEADER“- Förderung Knüll, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der ortsansässigen Annette-Hellwig-Stiftung. Die genaue Höhe der Fördermittel konnte Bürgermeister Klaus Wagner beim ersten Spatenstich am Freitagmorgen noch nicht beziffern. Damit die Kommune aber „nicht ins Blaue“ investiert, wurden mit den künftigen Mietern bereits bindende Vorverträge geschlossen.

Das wirkte sich auch auf die Planung des Projektes aus. In zahlreichen Sitzungen mit dem Architekturbüro Schäfer, Vertretern der Kommune und den zukünftigen Nutzern wurden die Vorstellungen immer wieder geändert und konkretisiert, bis schließlich ein effektives und bezahlbares und natürlich behindertengerechtes und barrierefreies Konzept vorlag. Jetzt hat sich die Gemeinde ein enges Ziel gesetzt. Bereits im Februar nächsten Jahres soll das Gebäude B mit Arzt-, Physiotherapiepraxen und Begegnungsstätte fertig sein, Haus A mit Tagespflege und Appartements soll ab Sommer 2014 bereit stehen.

Viele Gespräche

Bereits 2009 waren die Schüler in die Schule am Katzbachtal umgezogen und das Gebäude im Zentrum Oberaulas entbehrlich geworden, im Frühjahr 2011 war es an die Kommune rückübertragen worden.

Nachdem Gespräche mit möglichen Investoren über zwei Jahre hinweg keinen Erfolg brachten, beschlossen die Gemeindevertreter im August 2012, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen. Auch weil absehbar war, dass sich die Ausgaben amortisieren werden. (nh)

Von Bernd Löwenberger

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