Aktion Advent: Kinderkonzert im Museum der Schwalm brachte 420 Euro Erlös

Kinder spielen für Kinder in Not: Die Klavierschüler von Roswitha Aulenkamp (von links) Anna Held, Johanna Steuber, Paul Oskar Schmitt, Emma Morneweg, Richard Schmidt, Christian Schmidt, Philipp Schmidt, Laura Begger sowie Lina Klippert. Foto: Diehl

Ziegenhain. Für das Konzert im voll besetzten Museum der Schwalm hätte es keinen besseren Rahmen geben können als die aktuelle Jagdausstellung:

Zwischen einem aufgebauten Wald mit Wildschweinen, Rehen und Hirschen erhielt die Geschichte um Schwälmer Störche, die zum Überwintern nach Afrika fliegen und in einer Storchenstation im Urwald landen, ihren besonderen Reiz.

Das Kinderkonzert war ein weiteres Glied im Rahmen der seit 1979 bestehenden Reihe „Kinder und Jugendliche spielen für Kinder in Not“. 420 Euro spendeten die Gäste. Der Erlös kommt zum zweiten Mal im Rahmen der HNA-Aktion Advent bedürftigen Kindern in Nordhessen zu Gute.

Violinschlüssel unterwegs

Es war überaus spannend, Theodor Hoffmeyer zuzuhören, der den dritten Teil der von Roswitha Aulenkamp verfassten Geschichte von „Familie Violinschlüssel auf Reisen“ erzählte. Eingebettet in die Geschichte, war Klaviermusik aus vier Jahrhunderten auf der musikalischen Reise zu hören, bei der die Kinder und Jugendliche ihr Können zeigten. Mit Regenmacher, Klangstäben, Xylophon und Trommel erzeugten die jüngsten Klavierschüler von Pianistin Roswitha Aulenkamp reizvolle Urwaldklänge.

Bevor Familie Violinschlüssel auf ihren fliegenden Teppichen im Urwald landete, machten sie in England Rast, was Paul Oskar Schmitt (12), der erst wieder seine vierte Klavierstunde hatte, an der Seite von Roswitha Aulenkamp mit der Vertonung der Glocken von Big Ben markierte. Chinesentanz und die berühmte Melodie von „Freude schöner Götterfunken“ gehörten zu seinem Repertoire.

Tänze aus zwei Ländern

Angekommen in Paris, wechselte Emma Morneweg an den Flügel, um einen zünftigen Can Can von Jaques Offenbach zu spielen. Als die Storchenfamilie über Italien schwebte, interpretierte Laura Begger den italienischen Tanz Tarantella.

Ferner traten am Flügel auf Anna Held und Johanna Steuber, sowie die Brüder Richard, Christian und Philipp Schmitt, letzterer mit zehn Jahren jüngster Akteur des Konzerts. Einen besonderen - lautstarken - Einsatz hatte Lina Klippert, die nicht nur am Flügel mit der Filmmusik „He’s a pirate“ aus dem Film „Fluch der Karibik“ brillierte, sondern das Stück auch am Baß intonierte, diesmal begleitet von Roswitha Aulenkamp an den Tasten.

Zur musikalischen Vielfalt des Konzerts trugen nicht zuletzt Bariton Heinrich Ploch mit „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus Mozarts „Die Zauberflöte“ und Sopranistin Norma Fälber bei, die Rossinis „0 mio babbino caro“ und internationale Weihnachtslieder präsentierten, bevor Akteure und Gäste zum Abschluss des Konzerts gemeinsam das Lied „Stille Nacht“ anstimmten.

„Wir wollen Sie erfreuen“; hatte Roswitha Aulenkamp zu Beginn des gut einstündigen Konzerts gesagt. Mit kräftigem Applaus bedankten sich die Zuhörer dafür.

Von Kerstin Diehl

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