Medizinischer Notfall verzögerte Konzert

Routinierter Bernhard Brink bei den Hephata-Festtagen in Treysa

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Begeistert: Textsicher sangen viele eingefleischte Fans die zum Teil jahrzehntealten Lieder von Bernhard Brink mit.

Schwalmstadt. Eine Reihe Stars und Sternchen zogen viel Publikum zu den 24. Hephata-Festtagen in Treysa. Zum Abschluss sang Bernhard Brink.

Mit einem Open-Air-Konzert endeten die 24. Hephata-Festtage. Schwungvoll startete Bernhard Brink mit „Sieben Tafeln Schokolade“ sein Programm.

Doch schon bei seinem zweiten Lied „Alles auf Sieg“ verstummte die Musik. Ein medizinischer Notfall in direkter Nähe zur Konzertbühne erforderte Stille, damit die Notfallhelfer ihre Untersuchungen durchführen konnten. Brink reagierte gelassen und nutzte die Pause, um Autogramme zu geben und Selfies mit seinen Fans zu schießen.

Schnell hatten die Mitarbeiter einen provisorischen Stand aufgebaut. Brink unterschrieb auf T-Shirts und Postkarten, schüttelte Hände und klopfte auf Schultern. Geduldig ertrugen die Gäste in der glühenden Sonne die rund halbstündige Wartezeit, bevor das Konzert weitergehen konnte.

Der routinierte Schlagerstar dankte seinen Zuhörer für ihre Ausdauer und begann den zweiten Teil seines Auftrittes mit dem unterbrochenen Stück „Alles auf Sieg“, gefolgt von seinem Hit „Ich wär so gern wie du“.

Zwischen seinen Liedern erzählte Brink kleine selbstironische Geschichten aus dem Alltag: „Als ich vorhin in Schwalmstadt getankt habe, fragte mich der Tankwart, ob ich nicht Bernhard Bri sei? Ich sagte, nein, Bernhard Brink. Darauf antwortete der gute Mann, da sehen Sie mal, wie schnell ich immer den Fernseher ausschalte, wenn Sie erscheinen.“

Das sei nicht nett gewesen, so der Schlagerstar. Bernhard Brink forderte zum Mitsingen auf und hielt während der Refrains sein Mikrophon ins Publikum. Textsicher sangen viele eingefleischte Fans die zum Teil jahrzehntealten Lieder mit. Dass der 64-Jährige musikalisch durchaus über den reinen Schlager hinausgehen kann, zeigte er mit dem Stück „Kein anderes Wort für immer“. Die Melodie des Liedes erinnerte stark an „Hollywood Hills“ der finnischen Rockband Sunrise Avenue. So kamen auch die Begleiter einiger Fans auf ihre Kosten, die nur beruflich an dem Konzert teilnahmen. Brink präsentierte sich sehr nahbar und freundlich. Er erfüllte mit seiner brummigen, leicht rauchigen Bassstimme Wünsche aus dem Publikum und sprach immer wieder einzelne Besucher direkt an. Den begeisterten Schlussapplaus belohnte Brink mit drei Zugaben. Mit seinem großen Hit „Liebe auf Zeit“ aus dem Jahr 1977 endete nach knapp eineinhalb Stunden das Konzert.

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