Bürgermeisterwahl Schwalmstadt: Fast 50 Prozent gingen nicht hin

Wahlzettel vom Sonntag, nun gehen neue in Druck mit den Namen Schwierzeck und Pinhard. Foto: Quehl

Wie von vielen erwartet, entscheidet sich in einer Stichwahl am 16. Oktober, wer neuer Bürgermeister in Schwalmstadt wird, Detlef Schwierzeck (SPD) oder Stefan Pinhard (unabhängig). Als Überraschung werten viele, wie enttäuschend der bürgerliche Kandidat Frank Pfau (FDP) abgeschnitten hat, er erreichte unter 28 Prozent der Stimmen.

Noch stärker im Focus stand die dürftige Wahlbeteiligung von 50,34 Prozent. In absoluten Zahlen: 7139 Frauen und Männer haben gewählt (69 Stimmen waren ungültig), 7042 haben lieber darauf verzichtet. Zum Beispiel in der Kulturhalle gingen von 989 Wahlberechtigten 317 zur Urne (rund 32 Prozent), der Briefwahlanteil ist allerdings nicht ausweisbar. Im Treysaer Hospital wählten 182 von 565 (ebenfalls rund 32 Prozent).

Freie-Wähler-Fraktionschef Engin Eroglu kommentierte diese Wahlmüdigkeit so: „Die Menschen sind offenbar frustriert, daran müssen wir arbeiten.“ Auch die anderen Fraktionssprecher hoben auf die schlechte Wahlbeteiligung ab. So sagte Dr. Constantin Schmitt (FDP), die Mobilisierung von Wählern habe nicht in der erhofften Weise funktioniert, sonst hätte Frank Pfau besser abgeschnitten, der richtige Kandidat für Schwalmstadt sei er unbedingt gewesen.

„Sehr bedauerlich“, sagte Dr. Jochen Riege (Bündnis 90/Grüne), in der Stichwahl sei auf einen besseren Wert zu hoffen. An Pfau habe es nicht gelegen, meint Karsten Schenk (CDU). Der mit großer Mehrheit gemeinsam aufgestellte Kandidat habe insbesondere in Treysa nicht gepunktet, in den anderen Stadtteilen hätte es für ihn für die Stichwahl gereicht, so Schenk.

Überzeugungsarbeit will die SPD in den kommenden drei Wochen leisten, um Detlef Schwierzeck zu unterstützen, gegen die schlechte Wahlbeteiligung gerade in den großen Stadtteilen, sagte Daniel Helwig.

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