Faszinierende Messe rund um die E-Mobilität in Ziegenhain

Zwar etwas kleiner als im vergangenen Jahr, aber trotzdem genauso interessant: Auch in der vierten Auflage erwies sich die Fachmesse Erlebnis E-Mobilität Nordhessen als Magnet für E-Mobillisten und solche, die es gerne werden möchten.

Rund 120 Besucher waren am Sonntagmorgen nach Ziegenhain in die Kulturhalle gekommen, um gemeinsam zu diskutieren und sich auszutauschen. Das Fachforum stand in diesem Jahr unter dem Motto „Stromspeicher revolutionieren“.

Den Auftakt bildete Professor Doktor Mirko Bodach von der Universität Zwickau mit einem Referat über die zukünftige Entwicklung im Bereich der Speichertechnologie. Energie sei ausreichend vorhanden, sie müsse nur gespeichert und später zum Nutzer gebracht werden, so der Professor: „Wenn wir elektromobil unterwegs sein wollen, dann müssen wir uns des Problems der Ladeinfrastruktur annehmen.“

In seinem zwar kurzweiligen, aber durchaus auch anspruchsvollen Vortrag erläuterte Bodach Grundlagen und Umsetzbarkeit moderner Speichermedien. Viel Raum widmet der Akademiker den Kondensatoren. Wer nicht im Thema war, konnte angesichts zahlreicher Fachbergriffe wie beispielsweise Farad durchaus schon einmal den Überblick verlieren.

Als zweiter Referent des Vormittags stand Michael Ebel von SMA Solar Technology auf dem Podium und informierte zum Thema Stromspeicher im Haushalt und das sogenannte „Smart Home“.

Zuvor hatte Schwalmstadt Erster Stadtrat Detlef Schwierzeck die Fachbesucher in der Schwalm begrüßt. Die Elektromobilität sei ein wesentlicher Baustein der Energiewende, so Schwierzeck: „Es ist ein Markt, der technologische Entwicklung vorantreibt.“ Er habe die Hoffnung, dass mithilfe der Erlebnis E-Mobilität die Begeisterung für alternative Antriebe weitergetragen werde und auch in die Region ausgreife, erklärte der Erste Stadtrat.

Beim ersten Erlebnis E-Mobilität sei man teilweise noch als Spinner tituliert worden, erklärten Thomas Keil und Karl-Walter Eberlein von der Messeleitung mit einem Schmunzeln. „Heute ist Elektromobilität bereits Normalität“, betonte Eberlein und verwies auf neue Trends wie das Elektormotorrad.

Mittlerweile würden sich die Menschen ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen, freute sich Thomas Keil und erinnerte an den Impulsvortrag des Zukunftsforschers Lars Thomsen bei der Erlebnis E-Mobilität 2014: „Wie beim Popcorn poppt es langsam.“

In Anschluss an das Fachforum gab es auf dem Alleeplatz aktuelle Elektrofahrzeuge zahlreicher Hersteller zu besichtigen. Probefahrten waren möglich und ausdrücklich erwünscht.

Elektromotorräder weckten das Interesse so manches Motorradfans. Mit rund 180 Kilometern Reichweite seien die schnittigen Zweiräder absolut alltagstaugliche, sagte Aussteller Dietmar Bopp: „Von Null auf Hundert ist man in 3,3 Sekunden.“

E-Mobilität fasziniert das Publikum

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