Schwalmstadt feierte wie in Bayern

Oktoberfest in bayerischer Tracht in der Schwalm: Carla Staufenberg aus Wasenberg, Luisa Gunkel aus Ziegenhain, Janina Schneider aus Wasenberg und Hannah Jobst aus Ziegenhain (Bild links). Auch Marit Hölscher aus Ascherode kam im Dirndl zum Fest.

Schwalmstadt. Seit über 30 Jahren heißt es am zweiten Oktoberwochenende bei der Brauerei Haaß: „O‘zapft is“. Zum Oktoberfest kamen über 700 Besucher, zünftig in Dirndl und Lederhose gekleidet, um ausgiebig zu feiern.

Das Fest stand unter dem Motto „Hopfen, Malz, Hefe und Wasser“, mehr braucht es nicht, um nach dem Reinheitsgebot von 1516 Bier zu brauen. Eckhard Haaß, Braumeister in vierter Generation, führt die Brauerei seines Urgroßvaters Friedrich seit Ende der 90er Jahre, und die Tradition des Bockbieranstichs fort. „En gurres Treppche Kreizschwerneng, das muss vom Treeser Haaße seng“, ist das langjährige Motto der Brauerei. Seit über 125 Jahren wird an der Ascheröder Straße in Treysa Bier gebraut und mit Paul Haaß steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern.

Über 700 Feierfreudige waren ins Festzelt an der Ascheröder Straße gekommen. Die meisten Frauen hatten, wie es auf dem Münchner Oktoberfest üblich ist, ein Dirndl angezogen. Viele Männer kamen dazu in zünftigen Lederhosen. Was viele Schwälmer noch als Bockbieranstich kennen, wird seit einigen Jahren nicht mehr in der Lehmenkaute, sondern auf dem Hof der Brauerei Haaß als Oktoberfest gefeiert. Brauereichef Eckhard Haaß und seine Team hatten ihre Halle leergeräumt und noch ein Zelt dazu aufgebaut. Für Oktoberfeststimmung sorgte die Band „Music Dreams“ aus Schrecksbach.

Dazu gab es bayerische Spezialitäten wie Leberkäse, Weißwurst und Haxen. Auch in diesem Jahr lohnte es sich wieder, in bayerischer Tracht zu erscheinen. Denn die schönsten Trachten wurden prämiert. Sieger wurden Lea Sophie Böse aus Gilserberg und Johannes Heide aus Niedergrenzebach. Auf dem zweiten Platz landeten Tanja und Thomas Schenk aus Neustadt und Platz drei belegten Lea Beckmann aus Michelsberg und Eric Dirlam aus Ascherode.

Ausgiebig wurde in der Halle und im Festzelt getanzt, geschunkelt und mitgesungen. Pünktlich um 24 Uhr war Schluss - wie auch auf dem Münchner Oktoberfest.

Oktoberfest zog über 700 Feierfreudige nach Treysa

Von Jörg Döringer

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