Regierung rät zu privatem Vorrat

Hamstereinkäufe: HNA-Mitarbeiter machte den Test

Für den Ernstfall vorbereitet: HNA-Mitarbeiter Philipp Schwehm versorgte sich mit Lebensmittelvorräten, die der Empfehlung der Bundesregierung entsprechen. Foto: Göbel

Treysa. Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Bevorratung animieren. Deshalb haben wir das Ganze getestet.

Lebensmittel für zehn Tage, Wasser für fünf: Die Bundesregierung plant ein neues Konzept für die Zivilverteidigung im Fall von Katastrophen oder bewaffneten Angriffen.

Die Idee

HNA-Mitarbeiter Philipp Schwehm machte deshalb in Treysa den Test und deckte sich mit Lebensmitteln nach den Empfehlungen der Bundesregierung ein. Diese empfiehlt einen individuellen Lebensmittelvorrat für zehn Tage und einen Wasservorrat von zehn Litern für fünf Tage zu horten.

Der Test

Im Lebensmittelmarkt fanden vor allem haltbare Lebensmittel einen Platz im Einkaufswagen, wie Kartoffeln, Karotten, Nudeln und Dosen-Ravioli. Um eine halbwegs ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, kamen aber auch Milch- und Käseprodukte, Paprika, Brot und Eier dazu. Um die Lebensmittel auch so verarbeiten zu können, dass wenigstens ein Hauch von Genuss entsteht, durften auch Cornflakes, Kaffee und Bockwürste aus dem Glas nicht fehlen. 

Das Wichtigste ist aber natürlich eine ausreichende Menge an Trinkwasser. Aus praktischen Gründen der Lagerung kamen so noch zwei 6er-Träger mit 1,5-Liter-Flaschen Wasser dazu. Das ist zwar mehr als die empfohlene Lagerungsmenge. Allerdings ist so garantiert, dass genügend sauberes Wasser zum Zubereiten der Lebensmittel und für die tägliche Körperpflege vorhanden ist.

Fazit

Der Test hat eindeutig gezeigt, dass ein Lebensmittelvorrat wie von der Bundesregierung empfohlen, mit einem Einkaufspreis von 55,69 Euro nicht gerade günstig ist. Selbst wenn man sich - wie in diesem Fall - auf Grundnahrungsmittel beschränkt und Genussmittel wie Süßigkeiten, Alkohol und Tabak außen vor lässt.

Und ein lästiges Problem lässt sich bei Hamsterkäufen leider niemals vermeiden: Die gebunkerten Lebensmittel müssen nämlich auch regelmäßig ausgetauscht werden, aufgrund der beschränkten Haltbarkeit. Ein teures Vergnügen.

Von Philipp Schwehm und Daniel Göbel

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