Herbst kommt viel zu früh

Dieser Baum hat schon in den Herbstmodus geschaltet: Volker Gläser, Revierleiter von Schwalmstadt, an einer trockenen Buche im Frankenhainer Wald. Vor allem die Laubbäume sind von der frühen Braunfärbung in Hessens Wäldern betroffen.  Fotos: Schwehm

Schwalmstadt. Hessenforst reagiert auf die ungewöhnlich frühe Herbstfärbung. Dieses Phänomen sei sehr selten, aber nicht zwingend ein Grund zur Sorge, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gesundheitscheck

Die Waldexperten von Hessenforst befürchten aufgrund dieses seltenen Phänomens zunächst mit keinen langfristigen Schäden für die Bäume. Dennoch würden die Förster den Gesundheitszustand der Bäume im kommenden Jahr besonders genau beobachten, in der Hoffnung, dass die Bäume im nächsten Jahr wieder weniger gestresst sind.

Klima

Die Buchen benötigen ein gemäßigtes atlantisches Klima, berichtet Volker Gläser, Revierleiter von Schwalmstadt. Ein Wechsel aus Niederschlägen und Sonnenschein, sei das ideale Klima für Laubbäume. „Der vorzeitige Laubfall führt dazu, dass der Nährstoffspeicher der Bäume verloren geht.“ Der Förster erklärt außerdem, dass die Buche mit ihren Spaltöffnungen nicht so schnell auf spontane Wetterveränderungen reagieren könne. Deshalb falle das braune Laub auch als eine Reaktion darauf bereits jetzt schon vom Baum.

Holzernte

Der Revierleiter Gläser sieht glücklicherweise keine Einschränkungen für die bevorstehende Holzernte im Herbst und Winter. Erst im nächsten Jahr könnten die Knospen kleiner sein. Im schlimmsten Fall müsste man mit Zuwachsverlusten rechnen.

Von Philipp Schwehm

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