Herde von Wasserbüffeln mit drei jungen Kälbern lebt halbwild im Wieragrund

Idyllische Kinderstube: Die im Sommer geborenen Kälber werden von ihren Müttern gesäugt und offensichtlich liebevoll umhegt.

Wie ein afrikanisch anmutendes Paradies für wilde Tiere interpretierte unser Leser Ralf Weske das Leben der halbwilden Wasserbüffel im Naturschutzgebiet Wieragrund zwischen Wiera und Treysa, wo im Spätsommer drei Kälbchen das Licht der Welt erblickten.

Es ist knapp 15 Hektar groß und verfügt neben dem natürlichen Bachlauf über zwei künstlich angelegte Wasserbecken. Man könne es gut umwandern, so Ralf Weske, und dabei günstige Punkte finden, um die Büffel zu beobachten - und Reiher, Enten, den Eisvogel und verschiedene Raubvögel. Die kleine Herde halte sich fast den ganzen Tag am Teich und der nahen Umgebung auf.

Eigentümer des Grundes ist im Wesentlichen das Land Hessen, es ist ein FFH-Gebiet und somit ein besonderes Naturschutzgebiet nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Naturschutzfachlich ist es ein Niedermoor mit Rispen-Seggenried. Seggenriede werden bewachsen von sogenannten Sauergräsern und zählen zu den gefährdeten Biotoptypen.

Paul Fenner, Landwirt aus Rörshain, kümmert sich um die halbwilden Tiere. Durch ihre großen Hufe können sie problemlos durch Sümpfe laufen, anders als Kühe. Allerdings handelt es sich auch bei den Wasserbüffeln um Rinder. Neben der Büffelherde leben noch Rinder des Roten Höhenviehs in dem Naturschutzgebiet.

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