Schwalmstadt wollte kein Weiterso

Kommentar zur Bürgermeisterwahl in Schwalmstadt: Etablierte abgewählt

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Schwalmstadt. Die Wahl von Stefan Pinhard zum Bürgermeister von Schwalmstadt war ein Denkzettel für die Etablierten, meint HNA-Redakteurin Anne Quehl.

Die kleine Sensation hat Methode. Der Mann, der sich in seiner ersten Bewerbungsrunde vor vier Jahren bei 15 Prozent wiederfand, hat den Etablierten gezeigt, was eine Harke ist.

Schwalmstadt wollte kein Weiterso, sondern sieht in einem unbeschriebenen Blatt das meiste Fortkommen in einer unkomfortablen Situation. Pinhard hat die Fähigkeit bewiesen, das Ohr beim Wahlvolk zu haben und zu lernen. Als erneuter Angreifer nutzte er die Chance, seinen Auftritt mächtig zu optimieren und sich als Langstreckenläufer mit Frustrationstoleranz zu profilieren. Auf der anderen Seite profitierte der Neue von der allenthalben zu beobachtenden Parteienmüdigkeit der Menschen.

Gestern brachte Pinhard den Schwalmstädter Sozialdemokraten so die Schlappe bei, die er schon vor drei Wochen dem einflussreichen bürgerlichen Lager verpasst hatte, indem er letztlich - pardon - von der nicht sehr überragenden Durchsetzungsfähigkeit der Gegenkandidaten profitierte. Jetzt muss Pinhard liefern, zeigen, ob und was er wirklich ändern kann.

Stichwahl: Neuer Bürgermeister in Schwalmstadt gewählt

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