Markus Böse ist neuer Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Ziegenhain

Die Führungsspitze des Kreisfeuerwehrverbands Ziegenhain: von links Kreisbrandinspektor Torsten Hertel, Norbert Mühling (stellv. Vorsitzender), Markus Böse (neuer Vorsitzender), Robert Pfalzgraf und Christian Nill (stellv. Vorsitzender). Foto: privat

Schwalm. Vorgezogene Neuwahlen standen kürzlich während der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Ziegenhain in Großropperhausen ganz oben auf der Tagesordnung.

Sowohl die Position des Vorsitzenden als auch einer der Stellvertreterposten wurde neu besetzt. Ohne Gegenkandidaten und einstimmig wurde der Gilserberger Gemeindebrandinspektor Markus Böse von der Verbandsversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die durch die Wahl vakant gewordene Position eines Stellvertreters wird von dem Obergrenzebächer Christian Nill besetzt. Norbert Mühling bleibt weiter in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender und komplettiert das Führungstrio.

Böse bedankte sich bei den Führungskräften für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam werde man sich den zukünftigen Herausforderungen für das Feuerwehrwesen stellen, so der Gilserberger: „Wir müssen uns öffnen. Die Feuerwehr muss auf die Menschen zugehen.“

Zuvor hatte der nach siebzehn Jahren aus dem Amt scheidende Vorsitzende Robert Pfalzgraf noch einmal einen umfangreichen Jahresbericht abgegeben. Eine wichtige Aufgabe des Kreisfeuerwehrverbands ist die Organisation der Feuerwehrausbildung auf Kreisebene. Im Rahmen von elf Lehrgängen wurden durch die Kreisausbilder im letzten Jahr 281 Lehrgangsteilnehmer geschult und ausgebildet. Hierzu seien von den ehrenamtlichen Ausbildern 64 Lehrgangstage ausgerichtet worden, berichtete der alte Verbandsvorsitzende.

Landrat Winfried Becker lobte in seinem Grußwort die Leistungsfähigkeit der Brandschützer. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, sei die Stärkung der Jugendfeuerwehren umso wichtiger, betonte der Landrat.

Hintergrund

Die Zahl der aktiven Einsatzkräfte im Kreisfeuerwehrverband Ziegenhain hat sich im vergangenen Jahr um 38 Feuerwehrmitglieder auf 1583 reduziert. In den Fördervereinen gibt es rund 12 000 Mitglieder. In den vergangenen zwölf Monaten hätten die 71 Feuerwehren des Altkreises zu 465 Einsätzen ausrücken müssen, stellte Robert Pfalzgraf fest: „Das sind 114 Einsätze mehr als im Vorjahr.“ In den 52 Jugendfeuerwehren im Altkreis engagieren sich 549 Kinder und Jugendliche, die Kinderfeuerwehren im Verbandsgebiet zählen 170 Mitglieder.

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