Neues Notfallzentrum für den Landkreis in Ziegenhain

An der Asklepios-Klinik in Schwalmstadt wurde das neue Herz-und Gefäßzentrum Nordhessen eröffnet. Der Klinikkonzern investierte mehr als 3,6 Millionen Euro für neue Behandlungsräume und Geräte.

Im neuen Zentrum können künftig 6000 Patienten im Jahr stationär und 10.000 ambulant behandelt werden.

Die Spezialisten wollen im neuen Zentrum Patienten aus dem gesamten Schwalm-Eder-Kreis betreuen. Für Schlaganfallpatienten stehen drei Behandlungssäle zur Verfügung. Sie können direkt von der zentralen Notaufnahme dorthin gebracht und so besonders schnell behandelt werden. Dort gibt es sechs Monitorüberwachungsplätze. Das aus über 80 Spezialisten bestehende Team arbeite fachübergreifend und kümmere sich zudem um Notfallpatienten. „Unsere Patienten kommen bei einem Schlaganfall von der Notaufnahme direkt zu uns in den Behandlungssaal, ohne vorher auf die Intensivstation gebracht zu werden“, sagte Dr. Matthias Schulze, Facharzt für Kardiologie. So könnten wertvolle Minuten genutzt werden.

Den Ärzten sei es in den neu ausgestatteten Behandlungssälen möglich, mit sogenannten Ballonkathetern verschlossene Arterien wieder aufzudehnen. „So werden Körperteile wieder durchblutet und müssen nicht amputiert werden“, sagte Dr. Peter Dahl, Facharzt für Gefäßchirurgie. Mit dieser Methode öffnen sie Blutgefäße bis in den Fersenbereich.

Für Untersuchungen und Behandlungen von Erkrankungen wie Schlaganfällen, Herzrhythmusstörungen und arteriellen Verschlusskrankheiten wie Krampfadern stehen im Herz-und Gefäßzentrum nun vier Operationssäle, ein Herzkatheter-Labor sowie ein spezieller OP zur Verfügung. In diesem OP gibt es eine Röntgenanlage, die bei Eingriffen wegen Arterienverschlüssen oder verletzten Hauptschlagadern eingesetzt wird.

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