Schüler in Schwalmstadt wollen Flüchtlingen die Hand reichen

Berührungsängste nehmen: Beim Partnerschaftsprojekt an den beruflichen Schulen in Schwalmstadt sangen Schülerinnen ein russisches Lied. Foto: Müller

Schwalmstadt. Acht Schüler des Erziehungsjahrgangs der Beruflichen Schulen in Ziegenhain haben ein großes Ziel: Sie wollen Partner von Flüchtlingen werden.

Das Miteinander zwischen Schülern und Flüchtlingen fördern. Dieses Ziel haben sich acht Schüler des Erzieherjahrgangs der beruflichen Schulen Schwalmstadt gesetzt.

Das Projekt

Ein Projekt, bei dem deutsche Schüler Partner von Flüchtlingen werden sollen, um die besser integrieren zu können - der Anfang dazu wurde in der Mehrzweckhalle der beruflichen Schulen gemacht. „Wir haben unser Projekt We are the World-Partnerschaften genannt“, sagte Maximilian Buck, ein Schüler, der das Projekt mitbetreut. Sie hätten sich bewusst für den Namen Partnerschaften entschieden, sagte er.

Damit solle deutlich werden, dass deutsche Schüler und Flüchtlinge miteinander umgehen sollen. Dass sie gleichberechtigte Partner sind.

Die Spiele

Etwa 100 Schüler der Erzieherjahrgänge und der Sozialassistenz und 25 Flüchtlinge, die ebenfalls die berufliche Schule besuchen, waren in die Mehrzweckhalle gekommen. Mit Auflockerungsspielen sollten Berührungsängste abgebaut und Kontakte zwischen Schülern und Flüchtlingen intensiviert werden. „Wir wollten, dass sie den Kontakt zueinander langsam aufbauen“, sagte Buck.

Die Schüler hatten die Aufgabe, im Raum umherzugehen und sich abzuklatschen, sie sollten ihrem Gegenüber ihren Geburtsort nennen oder sich einfach nur die Hand geben. Um zu zeigen, wie viele Kulturen in der kleinen Halle sind, stimmte eine Gruppe Schülerinnen kurzerhand ein russisches Lied an.

Das Ziel

Ziel des Projekts sei, die Jugendlichen dazu zu animieren, Partnerschaften für Flüchtlinge zu übernehmen. Wer das nicht alleine machen will, könne sich auch zu einer kleinen Gruppe von bis zu drei Personen zusammenschließen, erklärten die Projektleiter. Ihr Ziel haben sie mit ihren Spielen auch erreicht: „Es haben sich bisher etwa 15 Schüler gemeldet, die Partner eines Flüchtlings werden wollen“, sagte Buck.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.