Schwalmgymnasium

Vor 25 Jahren: Schülergruppe half auf Klassenreise in Prag DDR-Flüchtlingen

Mit dem Stadtplan: Die Schülergruppe des Schwalmgymnasiums bekam die Ereignisse in Prag mit. Foto:  Repro

Schwalm. Der Eiserne Vorhang bekam Löcher im Oktober 1989: Die Ereignisse und die Flüchtlinge aus der DDR bestimmten auch in der Schwalm die politische Agenda und die Gedanken der Menschen. Eine Schülergruppe des Schwalmgymnasiums erlebte die Situation der DDR-Flüchtlinge in Prag hautnah mit.

Die Jugendlichen waren vor Ort auf Klassenfahrt. Einige Schüler begleiteten zwei Frauen aus der DDR auf ihrem Weg zur Botschaft der Bundesrepublik. Später brachten die Schüler einer Frau und ihrem Sohn sogar noch Kleidung, die sie ihn ihrem Trabi gelassen hatten.

In Frielendorf sollten Übersiedler zeitweise im Ferienwohnpark untergebracht werden. Dort sollten Häuser auf bis dato ungenutztem Gelände des Feriendorfs entstehen. In Schwalmstadt sollten Hilfsleistungen zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeiterwohlfahrt öffnete ihre Kleiderstube.

Das Malerstübchen in Willingshausen wurde feierlich eröffnet. Die Gemeinde hatte die ehemalige Rentnerei der Familie von Schwertzell kostenlos zur Verfügung gestellt. Dreieinhalb Jahre lang war das Gebäude zum Malerstübchen umgebaut worden.

Wer kennt die Schüler, die vor 25 Jahren auf Klassenfahrt in Prag waren? Oder haben Sie selbst an der Reise des Schwalmgymnasiums teilgenommen? Melden Sie sich in der Redaktion der Schwälmer Allgemeinen. Wir würden gern über Ihre Erlebnisse vor 25 Jahren berichten.

Kontakt: HNA-Redaktion, Tel. 06691/961423 oder per E-Mail an cls@hna.de.

Die erste chinesische Messe fand im Ziegenhainer China-Messepark statt. Richard Rode zeigte die Austellung. Zu sehen war Kunsthandwerk, aber auch maschinell gefertigte Produkte. Zur China 89 reisten auch 500 Chinesen an, 50.000 Besucher wurden erwartet. Kritik gab es angesichts der damaligen innenpolitischen Ereignisse (Massaker in Peking) im Reich der Mitte. Eigentlich wollten die Chinesen zur Messe nach Frankfurt, dort war allerdings keine Räumlichkeit mehr frei, so wich die Delegation nach Schwalmstadt aus.

Für sieben Millionen Mark wurde das Gebäude der Kreissparkasse in Ziegenhain saniert. Ein Anbau sowie das Flachdach hatten die Sanierung nötig gemacht, so waren unter anderem Feuchtigkeitsschäden entstanden. Das Gebäude bekam das Dach umgestaltet, auch im Innenraum wurde umgebaut.

Der Bau am Sprengstoffdepot bei Ottrau sollte weitergeführt werden. Das berichtet die HNA vor 25 Jahren und berief sich auf eine Mitteilung aus dem Bundesinnenministerium. Der Bau war zuvor gestoppt worden, weil es Befürchtungen gab, Sprengungen im Sandsteinbau wurden zur Problemen bei der Sicherheit des Depots führen. Alternative Vorschläge des Bürgermeisters wurden abgelehnt.

Von Claudia Schittelkopp 

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