Erstaufnahmestelle leert sich

Zeltstadt Schwarzenborn: Flüchtlinge werden nach Kassel verlegt

Schwarzenborn. Seit Donnerstag wird ein Großteil der Menschen in der Erstaufnahme in Schwarzenborn in die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Veterinäramt in Kassel verlegt.

Das erklärte Harald Merz, Referent des Regierungspräsidenten, gegenüber der HNA. In der Kasseler Unterkunft finden 220 Menschen Platz.

Damit wird der überwiegende Teil der Menschen aus der Zeltstadt auf dem Knüllplateau in festen Unterkünften untergebracht sein. Bereits am Montag waren 80 Asylsuchende, zumeist Familien, nach Kassel in die Lüttichkaserne gebracht worden.

Aktuell fülle sich das Lager in Schwarzenborn nicht wieder, sagt Merz. Das könne sich aber jederzeit wieder ändern, denn das Flüchtlingslager in Schwarzenborn bleibe auf „standby“. In anderen Erstaufnahmen gebe es nur noch wenig freie Kapazitäten.

Wegen der kalten Höhenlage des Knülls und den entsprechenden Wetterbedingungen sollen in den Zelten in Schwarzenborn Flüchtlinge nur noch für wenige Nächte untergebracht werden.

Am vergangenen Wochenende war die Einrichtung noch mit knapp 430 Menschen belegt gewesen. In der Nacht zum Montag war es in der Zeltstadt nach dem Tod eines Syrers zu Unruhen gekommen. Bereits vergangene Woche hatten Flüchtlinge mit Protesten auf ihre Situation in der Zeltstadt aufmerksam gemacht.

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