Bei Gedenkfeier der Opfer des Hubschrauber-Absturzes vor 57 Jahren gedacht

Gedenken bei eisigem Wind: Das Wetter bei der Gedenkfeier am Knüllköpfchen mit Oberstleutnant Hayko von Rosenzweig ließ die Witterungsbedingungen zum Zeitpunkt des Hubschrauberabsturz im Jahr 1959 erahnen. Foto: Haaß

Schwarzenborn. Auf dem Rückweg von einem Rettungseinsatz zerschellte am 14. Januar 1959 ein Bundeswehrtransporthubschrauber unterhalb des Knüllköpfchens.

Mit einer Feierstunde gedachten aktive Soldaten, Reservisten und Zivilisten den bei dem Absturz verstorbenen Heeresfliegern.

Der Wind pfiff kalt und eisig über den Knüll. Die Dämmerung senkte sich über das Land. Schnee lag in der Luft und ließ erahnen, welche Witterungsbedingungen zum Zeitpunkt des tragischen Flugunfalls des Hubschraubers Typ Vertol H-21 vor 57 Jahren geherrscht haben mussten.

Reservisten trotzten Wetter 

Während sich die meisten Teilnehmer der kleinen Gedenkfeier in einem Zelt zumindest vor dem schneidenden Wind schützen konnten, musste die von den Reservistenkameradschaften Frielendorf, Großropperhausen und Allendorf-Landsburg gestellte Ehrenwache dem Wetter trotzen.

In einer kurzen Rede erinnerte Oberstleutnant Hayko von Rosenzweig vom Stab der Division Schnelle Kräfte noch einmal an die tragischen Ereignisse. Die Begegnungsstätte sei im gewissen Sinn ein Mahnmal, erklärte der Offizier aus Stadtallendorf: „Es ist wichtig, dass wir Orte wie diesen haben, an dem Menschen, Angehörige, aber auch Kameraden die Möglichkeit haben, ihrer Toten zu gedenken.“

Sanierung der Gedenkstätte 

Anlass für die Gedenkfeier war die Wiederherstellung des kleinen Ehrenmals in der Nähe des Boglerhauses. Unter der Leitung von Stabsfeldwebel der Reserve Heinz Hermann Schmerer hatten Reservisten und zivile Helfer seit 2013 ungezählte Stunden in die Sanierung der kleinen Gedenkstätte investiert.

Über 5000 Euro Spendengelder wurden gesammelt, sagte Schmerer und bedankte sich bei den zahlreichen Sponsoren und Unterstützern.

„Es bedarf Menschen wie Herrn Stabsfeldwebel der Reserve Heinz Schmerer, die sich selbstlos und engagiert mit viel Initiative dieser Gedenkstätten annehmen, sie pflegen, um den Angehörigen und Hinterbliebenen wie auch der Öffentlichkeit die Würde, die eine Gedenkstätte wie diese ausstrahlen soll zu erhalten“, würdigte Oberstleutnant von Rosenzweig das Engagement des altgedienten Reservisten.

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