Schwarzenborn: Nur wenige Besucher beim Just Breath Festival

von links Matthias Heyner, Michale Körber, Florian Hager, Vanessa Bleßmann und Kira Phipho. Foto: Haaß

Schwarzenborn. Das schlechte Wetter hat den Veranstaltern des Just Breath-Festivals am Wochenende wohl einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Am frühen Samstagabend verloren sich rund 80 Besucher auf dem weitläufigen Gelände unterhalb des Knüllköpfchens. Nur wenige Zelte standen im Campingbereich. 14 Grad und regelmäßige Regenschauer trugen nicht gerade zu einer ausgelassenen Festivalatmosphäre bei. Statt locker luftiger Sommerkleider prägten d Parkas das Bild.

Angesichts des schleppenden Auftakts - offiziell war die Musikveranstaltung bereits am Samstagmittag eröffnet worden - lies sich Veranstalterin Vanessa Bleßmann von Vantec events die Stimmung aber nicht vermiesen. „150 Besucher um 18 Uhr wären schon cool gewesen. Wir ziehen das Programm jetzt aber durch“, sagte die junge Frau im bestimmten Tonfall. Man habe sich für Schwarzenborn entschieden, weil die Location einfach super sei und man hier auch über Nacht bleiben dürfe, erklärte Bleßmann: „Rund um Kassel haben wir Probleme einen geeigneten Platz für Festivals zu finden.

Unter dem Motto „Von Freunden für Freunde“ hatten Bleßmann und ihr zwanzigköpfiges Organisationsteam viel Engagement und Herzblut in das Festival gesteckt und das Knüllcamp liebevoll und mit Blick fürs Detail gestaltet. Handgemalte Hinweisschilder wiesen Besuchern den Weg. Eine ausgeklügelte Lichtinstallation sorgte für passende Beleuchtung.

An der Wunderbar konnte man abseits der Bühnen entspannt etwas trinken, kleine Verkaufsstände lockten mit allerlei Festival-Accessoires. „Wir versuchen, den Leuten etwas zu bieten. Neben Bars und Theken haben wir verschiedene Workshops und am Knüllköpfchen Live-Rollenspiele“, sagte Bleßmann.

Auf den zwei Bühnen „Tannenwäldchen“ und „Spielplatz“ gab es zwei Tage lang ein bunt gemischtes Programm aus elektronischer Live-Performance, Techhouse, Dub, Drum n Bass, Goa und Downbeat. Für Stimmung sorgten unter anderem Ismir Schnuppe, Jinxxa, Spacepakoras und China Moses b2b stereoselect.

„Wir machen Veranstaltungen, auf die wir auch selber gehen würden“, betonte Vanessa Bleßmann. „Bisher haben wir jedes Jahr etwas gemacht.“ Eine Wiederholung im kommenden Jahr ist also nicht ausgeschlossen. Dann mit hoffentlich besserem Wetter.

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