Süßer Saft aus Äpfeln: Ein Fest rund um des Deutschen liebstes Obst

Leckeres vom Baum: Beim Weißenborner Apfelfest waren Christine und Jens Schneider im Einsatz, um aus den süßen Früchten leckeren Saft zu pressen. Foto: Haaß

Weißenborn. Herbstzeit ist Apfelzeit. Des Deutschen liebstes Obst schmeckt nicht nur frisch geerntet vom Baum, sondern lässt sich auch variantenreich verarbeiten. Am Samstag kamen in Weißenborn Apfelliebhaber voll und ganz auf ihre Kosten. Es gab frischen Apfelsaft aus der mobilen Saftpresse und duftenden Apfelkuchen direkt vom Blech.

Gemeinsam mit den neun Backhausdamen veranstalteten die Mitglieder des Vereins Universi Villani Weißenborn ein kombiniertes Apfel- und Backhausfest. Während vor dem Feuerwehrhaus unzählige fleißige Hände die Äpfel wuschen, zerkleinerten, auspressten, erhitzten und abfüllten, konnte man sich drinnen leckeren Apfelkuchen oder herzhaften Platz schmecken lassen. Um rechtzeitig fertig zu sein, hatten die emsigen Bäckerinnen schon um sechs Uhr am Ofen gestanden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Professionelle Hilfe

Das erste Apfelfest im vergangenen Jahr sei gut angenommen worden und daher habe eine Wiederholung außer Frage gestanden, sagte Vereinsvorsitzender Wilfried Lippert: „Die Leute sind Feuer und Flamme. Das ist schon eine ganz tolle Geschichte.“ Für die Saftherstellung hatten sich die Weißenborner professionelle Hilfe geholt. Barbara Flarup aus Untersorg war mit ihrer mobilen Apfelkelterei in den Ottrauer Ortsteil gekommen. Gerade bei jungen Familien könne man durchaus einen kleinen Trend zurück zu heimischen Produkten feststellen, sagte die Biobäuerin: „Ich finde das toll.“

Vor der Saftherstellung stand die Ernte. Zwei Tage lang sammelten die Vereinsmitglieder rund um Weißenborn auf zwei Schlepperanhängern knapp 3,5 Tonnen Äpfel ein. Aus den Äpfeln werde man vermutlich 2500 Liter Saft bekommen, schätzte Lippert: „Die Apfelmischung macht es. Wie verarbeiten unterschiedliche Sorten. Unser Saft hat einen süßen Geschmack.“

Der Apfelsaft wurde vom Dorfverein noch an Ort und Stelle größtenteils verkauft. Immer wieder kamen Menschen zum „Gucken und Schwatzen“ auf den Hof und kauften die praktischen fünf und zehn Liter Gebinde für den Eigenverbrauch. Im Gegensatz zu den Produkten aus dem Supermarkt wisse man hier, was man hat, betonte Wilfried Lippert: „Das waren ungespritzte Äpfel aus der Region.“ (zmh)

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