Giftige Dämpfe

Brand bei Freudenberg: Vier Menschen in Kliniken

Schwalmstadt. Vier Menschen sind am Montagabend verletzt in Kliniken gebracht worden. Sie hatten bei einem Unfall im Freudenberg-Werk in Schwalmstadt-Treysa giftige Dämpfe eingeatmet.

Betroffen waren nach Angaben von Einsatzleiter Stefan Kürschner von der Feuerwehr Schwalmstadt ein Freudenberg-Mitarbeiter sowie drei Feuerwehrleute.

Kurzclip vom Brandort

Hausalarm wurde kurz vor 20 Uhr von dem Mitarbeiter ausgelöst, an dessen Maschine der Brand aus bislang ungeklärter Ursache entstand, berichtete der Standortverantwortliche Reinfried Wobbe im Gespräch mit unserer Zeitung am Dienstagnachmittag. Zeitgleich habe die Brandmeldeanlage reagiert.

Neben Einsatzkräften aus Treysa und Ascherode waren Spezialisten des Umweltdienstes Schwalm-Eder, mehrere Sanitätswagenbesatzungen sowie die Werksfeuerwehr und ein Notarzt im Einsatz.

Wobbe bestätigte die Angaben der Kripo, wonach in einem Behälter 20 bis 30 Liter eines Lösungsmittels brannten, und zwar in einem abgetrennten Raum an der Halle 1, wo weitere Mitarbeiter der Spätschicht beschäftigt waren, insgesamt 50. Der Mitarbeiter hatte zunächst versucht, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Die ersten eintreffenden Feuerwehrleute löschten den Brandherd, trotzdem wurde die Halle stark verraucht, Hochdrucklüfter wurden eingesetzt. Messungen des Umweltdienstes hätten dann ergeben, dass es keine Schadstoffbelastung gab, sagte Wobbe der HNA.

Fotos: Brand im Freudenberg-Werk

Brand bei Freudenberg

Artikel aktualisiert um 16.30 Uhr

Die Verletzten wurden in Kliniken in Alsfeld, Bad Hersfeld, Kassel und Melsungen gebracht, so die Angaben des Vize-Stadtbrandinspektors Kürschner. Der Mitarbeiter galt als schwer verletzt. Alle vier wurden am Dienstag aus den Krankenhäusern entlassen.

Seit der Frühschicht wird an dem Standort wieder regulär gearbeitet.

Von Anne Quehl

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