In Willingshausen macht sich Bevölkerungsschwund bemerkbar

Nach Kommunalwahl: Drei Parlamente im Landkreis schrumpfen

Willingshausen. Weniger Mandatsträger werden nach der Kommunalwahl am 6. März in drei Kommunen des Schwalm-Eder-Kreises Sitz und Stimme haben.

Während die Städte Felsberg (31 statt bislang 37 Vertreter) und Spangenberg (23 statt bislang 31) ihre Parlamente freiwillig verkleinern, ist die Verkleinerung in Willingshausen (23 statt bislang 31) dem demografischen Wandel geschuldet.

Denn nach den Daten des Statistischen Landesamtes zählte am Stichtag 31. Dezember 2014 Willingshausen 4883 Einwohner. Zu wenig für ein Parlament mit 31 Mandatsträgern. Dafür müsste die Gemeinde mindestens 5001 Einwohner aufweisen. Eine Verringerung um acht Mandatsträger ist unumgänglich. „Alle Gemeinden, die am Stichtag nach der Statistik des Hessischen Statistischen Landesamtes zwischen 3001 und 5000 Einwohner haben, werden in der kommenden Wahlperiode maximal 23 Gemeindevertreter haben. Das ist gesetzlich angeordnet“, erklärte auf Anfrage der HNA Sebastian Poser, Pressesprecher im Hessischen Innenministerium. Und so fiel die Entscheidung in Willingshausen im Februar vergangenen Jahres einstimmig aus.

Mit großen finanziellen Einsparungen ist allerdings nicht zu rechnen. Gerade mal 800 Euro sind es in Willingshausen. In Felsberg dagegen rechnet man mit 6000 Euro weniger Aufwandsentschädigung. Und in Spangenberg könnten es 4000 Euro werden. Dort erhält jeder Stadtverordnete 500 Euro Entschädigung im Jahr.

Mit gemischten Gefühlen sieht Helga Christ, Parlaments-Chefin in Willingshausen, die Parlamentsverkleinerung. „In großen Fraktionen lässt sich vielleicht leichter eine Mehrheit finden“, kommentiert sie. Dagegen sieht sie die Gefahr, dass kleine Ortsteile aufgrund der Wahlsystematik im Parlament nicht mehr den nötigen Stimmenrückhalt haben könnten.

Rubriklistenbild: © dpa

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