15. World Music Festival: 2000 Menschen feierten am Wochenende in Loshausen

Ausgelassene Stimmung: Der Schlosspark in Loshausen verwandelte sich am Wochenende zum 15. Mal in einen Treffpunkt für Hippies aus ganz Deutschland, die fröhlich und friedlich miteinander feierten. Fotos:  Decker

So abwechslungsreich wie die Bands des World Music Festivals war auch das Wetter am Wochenende: Am Freitag herrschten tagsüber hochsommerliche Temperaturen, die die Festivalbesucher reihenweise in die Schwalm trieben, um sich abzukühlen und zu erfrischen.

Mit Ska Balkan Rock begann Unknown Skartist die musikalische Reise durch die Welt. Barfuß und in leichter, farbenfrohe Kleider oder in weite Hosen gekleidet, tanzten die Fans vor der Bühne oder lauschten sitzend am Lagerfeuer der mitreißenden Musik. Der ursprünglich aus Jamaika stammende Reggae von Sebastian Sturm, den Bands Exile Airlines und Banda Senderos passte hervorragend zur lauen Sommernacht. Die illuminierten Bäume und das zum Teil sehr eigenwillige Speisenangebot - wann gibt es in der Schwalm schon mal Krokodil- oder Kamelfleisch - sorgten für ein exotisches Ambiente.

Während des Auftritts von Analogue Birds zogen mitten in der Nacht die ersten Gewitterwolken heran.

Nach zehn Stunden Dauerregen riss der Himmel wieder auf und auch die Sonne zeigte sich. Die Wiesen und der Platz vor der Bühne hatten sich mittlerweile durch das viele Wasser in Schlammpisten verwandelt, durch die die Festivalbesucher jedoch entweder nach wie vor barfüßig oder aber mit bunten Gummistiefel spazierten. Und sogleich startete Tag zwei wieder mit Musik: Jost Heinrich Walter sang mit seiner tiefen rauen Stimme Blues und Folkmusik. Ab Mittag sprach sich auch die Bluttat von München herum. Die Besucher wirkten jedoch nicht verängstigt, sondern erklärten, dass sie sich ihr Leben nicht von einer diffusen Gefahr diktieren lassen wollten.

Hip Hop, Gypsy, Balkan Rock

Bei schöner werdendem Wetter wechselte die Musik von HipHop zu Anarcho Folk und Gypsy Balkan Rock. Auf den Wiesen legten die Camper ihre in der Nacht nass gewordenen Luftmatratzen und Isomatten zum Trocknen aus und gaben sich gegenseitig Tipps, wie ein Zelt nicht untergeht. Asa aus Külte hatte diese Probleme nicht. Er war mit seinem selbstgebauten Wohnwagen zum ersten Mal nach Loshausen gekommen. Das kleine gelbe Gefährt zog Aufmerksamkeit auf sich. Das originelle Bauwerk erwies sich als absolut dicht und gewittertauglich. Den letzten Festivaltag am Sonntag feierten die rund 2000 Hippies ausgelassen und nach der Maxime des „Königreichs des Kindseins“, die da lautete „Friede, Freude, Eierkuchen“ gemeinsam mit den Tagesgästen des eintrittsfreien Sonntags.

Von Christiane Decker

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