120 Quadratmeter Bürofläche

Architekt baut in Schoningen Büro in durchsichtige Fachwerkhaushülle

Kontraste: Hinter der durchsichtigen Fachwerkfassade an der Knickstraße in Schoningen verbirgt sich ein hochmodernes Büro der Firma K17 Steingräber Architekten. Fotos: Privat/nh

Schoningen. Der Name K 17 Steingräber Architekten rückt in diesen Tagen in den Blickpunkt.

Tim Grimme, der das Büro in Schoningen 2010 von seinem Vater Albert Steingräber übernommen hat, ist jüngst in den Bund Deutscher Architekten berufen worden, zeigt ein Projekt beim Tag der Architektur am Sonntag, 26. Juni, in Volpriehausen und macht mit seinem neuen Büro von sich reden, das er in eine uralte Fachwerkscheune eingebaut hat. 

Den Firmensitz in Schoningen gibt es schon seit 1979. Dort war bis auf die alte Scheune alles renoviert. Und dort verwirklichte der 35-jährige Architekt inzwischen sein Haus-im-Haus-Konzept: Es wurde durch den Einbau von Glasflächen an den Giebeln und im Dach ermöglicht.

Dabei verfolgte der Architekt einen innovativen Entwurfsansatz, der im Inneren der großvolumigen Fachwerkscheune aus dem 19. Jahrhundert den Einbau von Raumzellen vorsieht. Die Scheune bewirkt lediglich den Schutz vor direkter Witterung.

Leichtbauweise

Das moderne Bürogebäude ist in Leichtbauweise entstanden, in dem 120 Quadratmeter Bürofläche untergebracht sind. Die Fassade des Neubaus besteht aus spiegelnden Metallflächen, großen Glasflächen und fügt sich sensibel in die historische Bausubstanz ein, steht in der Beschreibung von Grimme. Er spricht von spannender Wirkung zwischen Alt und Neu. Und der neue Kern wird in Kombination mit einem Energiekonzept zum Leben erweckt.

Das war aber kein leichter Weg, erinnert sich Tim Grimme, der unter anderem auch das Harzhorn-Info-Gebäude entworfen hat, den Neubau für das Rathaus in Dassel, die neue Kinderkrippe in Schoningen und das neue Feuerwehrhaus in Bodenfelde und damit viele architektonische Spuren nicht nur überregional, sondern auch in der Heimat hinterlässt. 100 Tonnen Altlasten mussten zunächst beseitigt werden, damit das Haus im Haus entstehen konnte.

Man kann sich das Projekt recht einfach vorstellen: Die Fachwerkscheune wurde entkernt und bekam eine zum größten Teil durchsichtige Schutzhülle. In etwa einer der Hälften des Gebäudes entstand ein hochmoderner Bürokomplex, energetisch auf dem neuesten Stand.

Bekenntnis zur Region

Die Investition von 250.000 Euro ist für den Architekten ein Bekenntnis zur Region. So sieht er auch eine Chance für die Region darin, die zum Teil alte Bausubstanz neu zu nutzen.

In Volpriehausen stellt sich Grimme beim Tag der Architektur mit seinem Projekt Holzbox vor. Er hat an der Talstraße2 den ehemaligen Kindergarten am Sportplatz in ein modernes Zweifamilienhaus umgebaut. Dort bietet Tim Grimme am Sonntag, 26. Juni, um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr Führungen an. 

Mehr Informationen und Bilder im Internet unter scheune.k17office.de.

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