Einachser-Treffen in Gierswalde: Pflügen mit zwei Rädern

Daumen hoch vor dem Start: Der Gierswalder Stefan Kreike, hier mit Teamleader Wilhelm Steckel (rechts), maß sich beim Wettpflügen des Einachser-Treffens mit Niklas Deichmann (links), dem späteren Zweiten. Foto: Niesen

Gierswalde. Lokalmatador Stefan Kreike hat den Geschicklichkeitsparcours beim 14. Gierswalder Einachser-Treffen als Zweitbester hinter Rainer Bohmhauer aus Parensen absolviert. Dritter wurde Jonas Tölle aus Arenborn.

Beim Wettpflügen siegte in der Klasse bis 7,5 PS Reinhard Strutzke aus Burgwedel vor Niklas Deichmann aus Fuldatal und Heiko Schoppe aus Vogelbeck. In der Klasse über 7,5 PS gingen die beiden vorderen Plätze in die Niederlande. Auf Platz 1 landete Jan de Haan aus Elburg vor Eite Oosterfeld aus Eentrum. Der dritte Rang ging an Bruno Jasper aus Wehrl, teilte der Vorsitzende der Einachser-Freunde Gierswalde, Andreas Winter mit.

Auf dem Acker am Dorfgemeinschaftshaus hatten sich wieder zahlreiche Schaulustige eingefunden, die Spaß an der jahrzehntealten Technik hatten und das Geschehen mit der launigen Moderation von Jürgen Henkelmann gespannt verfolgten.

Tropische Temperaturen

Die Einachsführer hatten bei den tropischen Temperaturen Schwerstarbeit zu leisten. Sie mussten auf ihren Parzellen nicht nur möglichst exakt geradeaus die Furchen ziehen, sondern sollten dabei auch eine Arbeitstiefe von zwölf Zentimeter in der kleinen und von 15 Zentimeter in der großen Klasse beachten.

Richter Sebastian Hasse, Profi-Landwirt aus Wiensen, sagte schon nach den ersten Eindrücken: „Gut gepflügt.“ Er selbst arbeitet allerdings mit großem Gerät und nicht mit Einachsern.

Gedacht sind sie vor allem für große Gärten. Dafür setzt Sieger Reinhard Strutzke auch sein Gerät der Marke Gutbrod aus dem Baujahr 1990/91 ein. „Ich bin Selbstversorger“, sagt er. Dass er reichlich Übung hat, war auch für den Laien erkennbar.

Allerdings war er mit den Bedingungen nicht ganz glücklich. „Durch die große Trockenheit und Hitze ist der Boden sehr hart. Der Einachser ist dabei schwer zu halten.“ Wie viele andere Einachser-Freunde verfügt auch Reinhard Strutzke über eine Vollausstattung für sein „Arbeitspferd“. „Ich habe alles dafür, was man sich denken kann.“ Im Winter beispielsweise kann er eine Fräse an den Einachser anbauen und damit Schnee räumen.

„Man muss genau peilen“

Lokalmatador Stefan Kreike konnte sich zwar beim Pflügen in der kleinen Klasse nicht mehr ganz vorne platzieren, Spaß hatten er und der Besitzer seines Einachsers, Wilhelm Steckel, trotzdem. „Das ist mein Trainer, Manager und Teamleader“, stellte er Steckel vor. Und er hatte noch einen Tipp parat: „Man muss genau peilen und darf nicht auf den Einachser schauen.“ (zhp)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.