Erntefest mit dem Heimat- und Kulturverein: Kinder lernen Kartoffel-Lesen

Kartoffelernte: Das bot der Heimat- und Kulturverein Schoningen für die Grundschule und die Öffentlichkeit an. 300 Besucher kamen. Hier stehen im Hintergrund schon ganz viele Schlange vor der Waage. Fotos: Schneider

Schoningen. Der Heimat-und Kulturverein Schoningen hat mit seinem ersten Kartoffelfest einen Volltreffer gelandet. Schätzungsweise 300 Besucher verfolgten am Sonntag auf dem Feld neben dem Hof Schomburg-Wieneke eine Kartoffelernte wie früher. Im Vordergrund stand dabei die Kooperation mit der Grundschule im Ort: Über 100 Kinder und ihre Eltern beteiligten sich an der beispielhaften Aktion.

Ortsheimatpfleger Ernst Wieneke, der alles federführend mit dem Heimat- und Kulturverein organisierte, liegt viel an dieser Zusammenarbeit, die schon länger besteht. So hatten sich die Erstklässler im Frühjahr beim Einpflanzen beteiligt und erlebten jetzt, wie die Kartoffel aus der Erde auf den Tisch kommt.

Fünf Kilo für zu Hause

Es wurden verschiedene Erntegeräte aus den vergangenen Jahrzehnten im Einsatz gezeigt: Haspel, Schüttelsieb-Roder und Siebketten-Roder. Die Kinder lasen die Kartoffeln auf und halfen beim Sortieren. Und: Jedes konnte sich eine Fünf-Kilo-Portion mit nach Hause nehmen. Neben den Vorführungen mit der jüngsten Vereinssparte Landtechnik boten die Gastgeber Kaffee und Kuchen und viele Kartoffelrezepte. Zum Kaffee gab es zum Beispiel Kartoffelplinsen, auch als Reibekuchen oder Puffer bekannt, zum Abendbrot Kartoffelsuppe und verschiedene Kartoffelsalate mit Würstchen sowie eins der beliebtesten Kindergerichte: Pommes frites.

Neben der Freude über die gelungene Veranstaltung ist dem Heimat- und Kulturverein die Einbindung der Schule in solche Veranstaltungen wichtig, damit die Kinder sehen, wie Nahrungsmittel wie die Kartoffel angebaut werden. Zum anderen sollen solche Veranstaltungen insgesamt zur Imagesteigerung der Schule beitragen, sagt Ortsheimatpfleger Ernst Wieneke.

Er freue sich, dass es sich bei den Zugezogenen der jüngsten Vergangenheit in Schoningen fast ausschließlich um junge Familien handele. Da spiele die Schule im Ort ein wichtige Rolle.

Dass die Zusammenarbeit funktioniere, zeige, dass der Vorschlag für das Kartoffelfest bei der Pflanzaktion von der Schule kam, und dass 145 Anmeldungen der Schule fürs Fest vorlagen. Mit der Idee lag man also richtig.

Für das Fest hatte der Heimat- und Kulturverein 16 Helfer im Einsatz, um alles zu bewältigen. Und das Landwirtschaftsmuseum auf dem Hof Schomburg-Wieneke bot bei dem super Spätsommertag ein schattiges Plätzchen.

Wechsel mit Getreidefest

Für den Verein hatte das Fest auch einen anderen positiven Nebeneffekt: Insgesamt wurden 60 Zentner Kartoffeln geerntet und verkauft und kommen der Vereinskasse zugute. Das Engagement auf dem Gebiet Ernte will der Verein fortsetzen und künftig alle zwei Jahre ein Kartoffelfest im Wechsel mit dem Getreidefest feiern. (fsd)

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