Eventagentur managt den Uslarer Pekermarkt - Vorrang für Einheimische

Stadtfest: So sah es beim Pekermarkt in Uslar im vorigen Jahr in der Langen Straße aus – wie immer volles Haus. Archivfoto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Die Eventagentur Medienhaus Heck aus Barsbüttel bei Hamburg hat die Organisation für den Pekermarkt in Uslar übernommen. Bürgermeister Torsten Bauer hat auf Anfrage bestätigt, dass er diese Aufgabe freihändig vergeben hat. Das heißt, der Auftrag wurde ohne förmliches Verfahren vergeben.

Der Bürgermeister und sein Kämmerer Sven Borchert begründen die Vorgehensweise damit, dass die Planung für das beliebte Uslarer Stadtfest (immer am zweiten Sonntag im September und damit am 11. September dieses Jahres) um diese Jahreszeit normalerweise schon weit fortgeschritten ist. Das sei diesmal nicht so. Als Grund geben Bürgermeister und Kämmerer ein Personalproblem im Zusammenhang mit der Entlassung einer Mitarbeiterin wegen des Verdachts der Manipulation der Weihnachtsverlosung an.

Die Vergabe der Stadtfest-Organisation an eine Agentur war von der Kaufmannschaft in Uslar zunächst sehr kritisch gesehen worden: Die Wirtschaftsvereinigung Region Uslar fühlte sich übergangen, weil sie über die Vorgehensweise nicht informiert und nicht befragt worden war.

Wogen wohl geglättet

Inzwischen haben sich die Wogen wohl geglättet. Vor allem, weil alle Beteiligten im Arbeitskreis Märkte an einem Tisch gesessen haben. So versicherte der Bürgermeister gegenüber der HNA, dass es sich nicht um einen Alleingang gehandelt hat, sondern dass die Stadt in dem Fall Voraussetzungen schaffen müsse in Form eines Veranstalters für den Pekermarkt.

Das sei nun niemand aus den Reihen der Verwaltung mehr, sondern eine auswärtige Agentur mit viel Erfahrung auf dem Gebiet. Zudem berichtet Bauer, dass im Vertrag mit der Agentur vorgegeben ist, dass die bisherigen Marktbeschicker und ortsansässigen Gewerbetreibenden beim Pekermarkt ein Vorrecht bei der Beteiligung genießen. Das gelte auch für die künstlerischen Darbietungen.

Wichtig sei, dass alle mit eingebunden seien. Zudem verspreche sich die Stadt, dass durch das Medienhaus Hecke neue Impulse für das Stadtfest einfließen. Schließlich habe man mit der Vergabe der Stadtfestorganisation auch auf die Kritik der vergangenen Jahre und auf den Ruf nach Alternativen reagiert. Sven Borchert sagt sogar, dass der Zeitpunkt für Veränderungen günstig ist und man „weg vom weiter so“ komme. Professionelle Unterstützung sei ein guter Weg bei der Weiterentwicklung.

Die Agentur Heck sei seit 20 Jahre im Geschäft. In der Sitzung des Arbeitskreises Märkte habe die Agentur ihr Programm vorgestellt. Dabei sei deutlich geworden, dass sie den Rahmen schaffe und die Ausgestaltungsmöglichkeiten offen seien. Der Bürgermeister berichtete von einer sehr konstruktiven Sitzung.

Stadtfest geht diesmal über zwei Tage

Zu den bisherigen Planungen des Pekermarkts in Uslar ist bereits festgelegt, dass das Stadtfest auf zwei Tage ausgeweitet wird. Das bestätigte Bürgermeister Torsten Bauer. Das sei eine Idee des mit der Organisation beauftragten Medienhauses Heck.

Termin ist am Samstag und Sonntag, 10. und 11. September. Abgerundet werde das Wochenende mit dem Altstadtlauf am Freitag, 9. September. Bauer berichtet außerdem, dass die Bergbräu-Brauerei aus Uslar beim Pekermarkt dabei ist.

Das Medienhaus Heck, geführt von Sven Bolko Heck und Josephina Heck, beruft sich auf 20 Jahre Erfahrung in der Branche, unter anderem bei Großeveranstaltungen, Firmenfesten, Stadtfesten und Themenveranstaltungen und verweist auf zahlreiche Festivitäten in ganz Deutschland wie das Altstadtfest in Nordhausen und das Goitzsche Fest mit Speedboot-WM am Muldestausee.

In Kürze finde auch das erste Gespräch mit der Wirtschaftsvereinigung Region Uslar statt, sagte der Bürgermeister. Dabei werde auch das Preismodell von Heck mit den Uslarer Kaufleuten besprochen. Wichtigstes Anliegen ist laut Bauer, den Pekermarkt weiterzuentwickeln, neue Impulse einfließen zu lassen und die Veranstaltung für Uslarer und Gäste attraktiver zu gestalten.

Der Vertrag mit dem Medienhaus Heck läuft über fünf Jahre, sagte Bauer. Diese mittelfristige Bindung sei gewählt worden, damit alle Beteiligten eine Perspektive hätten. Selbstverständlich gehöre auch eine Ausstiegsklausel zum Vertragsinhalt. (fsd) www.medienhaus-heck.de

Von Frank Schneider

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