Dorian Hüne aus Bodenfelde hat bereits drei Romane veröffentlicht und schreibt weiter

Fantasy aus dem Zugabteil

Schreiben ist seine Leidenschaft: Dorian Hüne (20) mit zwei seiner bislang drei veröffentlichen Romanen. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Bodenfelde. An Ideen mangelt es Dorian Hüne nicht. Im Gegenteil. „Ich habe fast zuviel Fantasie“, meint der 20-Jährige, der schon in Kindertagen gern Geschichten schrieb und inzwischen zwei Science-Fiction- und einen Fantasy-Roman veröffentlicht hat.

Im wahren Leben beschäftigen den gebürtigen Bodenfelder dagegen die Gesetze der Naturwissenschaften. Seit zwei Jahren studiert Hüne Materialdesign/Bionik/Photonik an der HSL Lippstadt. Dabei geht es um die Entwicklung neuer Materialien und Werkstoffe für die Industrie von morgen.

Hobby und Leidenschaft

Im Zug pendelt Hüne zwischen Lippstadt und Bodenfelde und nutzt die Zeit für seine Leidenschaft: das Schreiben. Ein Ringen um Worte kennt er dabei nicht. „Ich schreibe einfach so.“ Bei 4000 Worten am Tag liegt sein Rekord. Nachdem die Grundidee stehe, plane er meist nur ein Kapitel im Voraus und stricke dann nach und nach die Geschichte, berichtet der junge Autor.

Auf diese Weise entstand der zweite Band seiner „Reikon“-Trilogie in nur zwei Monaten. Die Science-Fiktion-Reihe spielt in Tokio. Zunächst wollte Dorian Hüne die Geschichte von Jugendlichen, die gegen ihren Willen genmanipuliert wurden, in einem Band erzählen. Nun soll im September der dritte Teil erscheinen.

Mehr Einfälle als Zeit hat der 20-Jährige für weitere Romane. Denn das Schreiben ist nur ein erster Schritt zum Buch. Der Text muss formatiert, ein Titel gefunden, ein Klappentext geschrieben und das Buchcover entworfen werden. „Bis auf die Korrektur habe ich alles selbst gemacht“, berichtet Hüne, der dabei auf die Unterstützung seiner Schwester Benia, die selbst schreibt, zählen kann.

Dank moderner Technik ist es für Autoren heute viel leichter und auch ohne Verlag möglich, ein Buch zu veröffentlichen. Er nutze die Amazon-Plattform für unabhängige Autoren, berichtet Dorian Hüne. Gedruckt werden nur Exemplare, die bestellt sind. Außerdem gibt es die Werke als E-Book. „Der Vorteil ist, dass ich keine Rechte abgebe.“

Durch Mundpropaganda und über Facebook wirbt der 20-Jährige für seine Werke. Denn auch wenn Dorian Hüne den Prozess des Schreibens an sich liebt, betont er: „Es toll, wenn meine Bücher gelesen werden.“ Das gilt nicht zuletzt für seinen erst im Januar erschienenen mittelalterlichen Fantasy-Roman „Gods of Dust“. (shx)

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