Die durch den Rauch gehen: Feuerwehr begrüßt neue Atemschutzgeräteträger

Haben es geschafft: Die neuen Atemschutzgeräteträger mit (von links, stehend) Hans-Jörg Dittmar (Offensen), Sven Werner (Offensen), Jannes Thies (Fürstenhagen), Marcel Drüke (Fürstenhagen), Thorben Siebrecht (Dinkelhausen) und Holger Ackurat (Kammerborn) sowie (kniend, von links) Jonas Korsch (Schoningen), Sebastian Kobbe (Verliehausen), Stefan Sawatzki (Wiensen) und Kevin Deutschler (Wiensen). Foto: nh

Uslar. Zehn neue Atemschutzgeräteträger können sich freuen: Nach einer dreiwöchigen Wochenendausbildung haben sie den Lehrgang mit Erfolg bestanden.

Das berichtet Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob und macht vor allem eins deutlich: Es ist einer der anstrengendsten Lehrgänge in der Feuerwehrausbildung.

Der Stadtbrandmeister stellt Inhalte und Abläufe deshalb einmal vor. Nach der ärztlichen Eignungsuntersuchung, kann die Ausbildung in Theorie und Praxis beginnen. In dieser Grundausbildung erlernen die Teilnehmer neben den technischen Details der Ausrüstungen auch das richtige Verhalten bei Brandeinsätzen und das Vorgehen im Team. „Diese Ausbildung verlangt von den Teilnehmern sehr viel Durchhaltevermögen ab“, weiß Jörg Jacob.

Den Abschluss bildet ein Durchgang in der Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Northeim. Hier erfolgt die praktische Prüfung, die als Gruppe (drei bis fünf Teilnehmer) absolviert werden muss. So muss zum Beispiel eine 70 Kilogramm schwere Übungspuppe aus einem Zimmer gerettet werden. Die Sicht in dieser Übungsanlage ist wie bei einem realen Brand durch Übungsnebel stark beeinflusst.

Ausbildung in Ortswehren

Nach dem Lehrgang wird die Ausbildung in den Ortsfeuerwehren fortgesetzt. Das Erlernte wird in Einsatzübungen vertieft und immer wieder wiederholt. Parallel erfolgt auf Stadtebene die fortlaufende Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Löschzug 3 und der Atemschutzsammelstelle, wie sie bei größeren Einsätzen zum Tragen kommt. So lernen die neuen Atemschutzgeräteträger die Abläufe kennen.

Nach etwa einem Jahr findet dann ein Ausbildungstag in der Wärmegewöhnungsanlage der FTZ Bad Gandersheim statt. Diese Anlage dient dazu, verschiedene Brandszenarien bei fast realen Temperaturen zu simulieren.

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