Gebäude des Forstamtes Neuhaus für eine Million Euro erweitert

Alt und neu: Durch den Anbau in Holzbauweise wurde die Fläche des Forstamts-Gebäudes auf rund 700 Quadratmeter verdoppelt. Die moderne Wildkammer wurde gut 50 Meter entfernt auf dem Forsthof nach neustem Standart gebaut. Foto: Dumnitz

Neuhaus. „Der Solling ist ein Fundament, auf das die Niedersächsischen Landesforsten aufbauen können“, sagte Walter Hennecke, Leiter des Forstamtes Neuhaus, am Freitag bei der Einweihung des Anbaues des Forstamtsgebäudes nicht ohne Stolz.

Der Landesbetrieb mit Hauptsitz in Braunschweig hat eine Million Euro für den Anbau ausgegeben.

Dadurch wurde die bisherige Fläche des Forstamtes auf jetzt 700 Quadratmeter verdoppelt, sagte Architekt Thorsten Müller-Rauschgold (Holzminden) bei der Einweihungsfeier vor rund 120 Gästen. Vor vier Jahren habe er mit den Planungen begonnen. Förster seien teamfähige Individualisten, sagte der Architekt. Entscheidungen seien dennoch einmütig getroffen worden.

Vom ursprünglichen Wohnhaus mit Amtsstube von 1959 sei das Gebäude durch die jetzige Erweiterung zu einer modernen Arbeitsstätte geworden. Die modernste Wildkammer der Landesforsten sei auf dem Forsthof separat gebaut worden. Auch das Gebäudedesign passe zum Anbau, so Müller-Rauschgold weiter. Im Erdgeschoss des Anbaus gibt es den Empfang und Besprechungsräume, im Obergeschoss ist die Verwaltung untergebracht. Rund 120 Kubikmeter Holz seien verbaut worden. Ein Großteil davon stamme aus dem Solling, das dann von regionalen Firmen verarbeitet wurde.

Von-Langen-Eiche im Hof

Die Landrätinnen Astrid Klinkert Kittel (Northeim) und Angela Schürzeberg (Holzminden) pflanzten zur Einweihung zusammen mit Amtsleiter Hennecke und Dr. Thomas Meyer von der Georg-von-Langen-Schule (Holzminden) eine kleine Eiche als Von-Langen-Eiche auf dem Forsthof an. Zu der Berufsbildenden Schule unterhält das Forstamt eine Partnerschaft, sagte Hennecke. Der Solling sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sagte Klinkert-Kittel, und touristisch ein Aushängeschild.

Lutz Eickemeier von der Betriebsleitung der Landesforsten erinnerte an vorausgegangene Erweiterungen des Forstamtsgebäudes. 1980 gab es Umbauten und zwischen 1985 und 87 Anbauten. Räumliche Enge durch Forstreformen 1997 und 2005 seien Gründe für weitere Umbauten gewesen. Musik zur Einweihungsfeier steuerten Heinrich Hugo Noack, Adi Herwig und Helmut Dörries bei. 

Hintergrund:

Zwei Forstämter im Solling

Im Solling gibt es zwei förstämter: Eins in Dassel, eins in Neuhaus.Das Forstamt Neuhaus wurde 1997 aus den ehemaligen Forstämtern Fürstenberg, Holzminden und Teilen des alten Forstamtes gebildet. Es umfaßt eine Fläche von 15 600 Hektar Landeswald und 500 Hektar Betreuungsforsten.

Zum Forstamt gehören die Revierförstereien Fürstenberg, Merxhausen, Mühlenberg, Neuhaus, Otterbach, Rottmünde, Schießhaus, Wildenkiel, Vogler, Burgberg, Steinhoff, Brüggefeld, Nienover und Buchenberg. Das Forstamt hat rund 70 Mitarbeiter, 15 davon arbeiten in dem Forstamtgebäude, das jetzt erweitert wurde. (jde)

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