Jugend lädt zu Helden-Filmfest ins Jugendcafé ein: Neun Filme an drei Tagen

Freut sich aufs Festival: Die Vorbereitungsgruppe des Uslarer Filmfestivals im Haus der Jugend an der Bahnhofstraße. Foto: Niesen

Uslar. Alltagshelden, Antihelden und Kinderhelden stehen im Mittelpunkt des Filmfestivals vom 1. bis 3. Dezember im Jugendcafé Uslar in der Bahnhofsstraße 10. Dazu gibt es als I-Tüpfelchen zum Abschluss einen Helden-Marathon.

Seit dem Sommer arbeiten Amelie Zufuß, Boje Lange, Elisabeth Bergmann, Jana Rölke, Jacky Hannmann, Jay Henkel, Jenny Höhne, Jordan Meisel, Justin Kickartz, Hanna Groß, Nicola Grab und Petzi Kerl mit Unterstützung von Stadtjugendpfleger Kristian Thiemann und der pädagogischen Mitarbeiterin Anika Kollarz an dem ambitionierten, dreitägigen Projekt unter dem Titel „Helden im Kartoffelland – glaube an Deine Macht“.

Jetzt steht das Programm der „CinematiCs“ fest. Die Kinogruppe hat die Filmrechte geklärt und die Technik organisiert. Im letzten Schritt rühren die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren nun kräftig die Werbetrommel mit dem Verteilen von selbst gestalteten Broschüren, Plakaten und den passenden Hinweisen im Internet. In Kürze wird auch noch ein Trailer (Filmvorschau) ins Internet gestellt, den die Jugendlichen selbst drehen. Er wird unter www.facebook.com/jugend.uslar zu sehen sein. „Wir durften sogar im Buchgeschäft Henze drehen. Cool“, freut sich Hanna (17) über die Unterstützung.

Ilse-Theater schon lange zu

Eine Motivation für die Jugendlichen, das Festival auf die Beine zu stellen, ist das Fehlen eines Kinos in Uslar. Das einstige Ilse-Theater ist schon seit Jahren geschlossen. Und ihnen macht die Organisation Spaß. „Das war lustig“, meinte Jay (15). Er bezog dies unter anderem auf die Art und Weise der Vorbereitungstreffen. „Am 10.10. haben wir uns um 10.10 Uhr getroffen oder auch mal um 17.17 Uhr.“ Das Programm wurde gemeinsam in langen Diskussionen festgelegt. „Wir sind ziemlich zufrieden“, sagt Jana (18).

Ein Höhepunkt der Vorbereitungen war der Besuch des Internationalen Filmfests in Braunschweig, das laut Eigendarstellung mit jährlich rund 25 000 Besuchern das größte und älteste Festival Niedersachsens ist. „Dort haben wir uns mit dem Direktor unterhalten und haben den Schauspieler Brendan Gleeson gesehen. Das gab viele Inspirationen“, sagte Elisabeth (14).

Gleeson, der seinen Durchbruch neben Mel Gibson in „Braveheart“ (1995) schaffte, erhielt in diesem Jahr in Braunschweig die Europa, den Braunschweiger Schauspielpreis.

Budget von 11 000 Euro

Durch eine Reihe von Förderern gelang es der Gruppe, ein Budget von 11 000 Euro zusammen zu bekommen, um die Kosten bezahlen zu können. Dabei gingen sie mit ihren Ausgaben sparsam um. So erwarben sie die Aufführungsrechte für eine Reihe von Filmen gemeinsam, statt für jeden einzelnen. Dafür müssen sie bei der Werbung in Presseerzeugnissen und im Internet auf die Nennung der Filmtitel verzichten, dürfen sie aber auf ihren Flyern und Plakaten verwenden. (zhp) UNTEN

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