Kleinstes Dorf hat Herz für Kinder: Geldsegen für Spielgeräte

Neuer Kletterturm: Beim Gemeindefest in Ahlbershausen probierten viele Kinder die Spielgeräte aus. Foto: Privat/nh

Ahlbershausen. Mit so einem großen Zuspruch hatte die Ahlbershäuser Ortsvorsteherin Roswitha Gerke beim Gemeindefest gar nicht gerechnet. Fast 100 Gäste, darunter 17 Kinder, waren zum Feiern und Spielen auf den Spielplatz in der Dorfmitte gekommen.

Grund für die Feier waren neue Geräte auf dem Spielplatz. Weil die alten Geräte nicht mehr gut waren, wurden sie ersetzt. Neben einem Rutschen- und Kletterturm gibt es jetzt auch wieder eine Schaukel. Den Großteil der Kosten hat die Stadt Uslar getragen, teilte Roswitha Gerke mit. Und die fehlenden 800 Euro sind durch zahlreiche Spenden zusammengekommen.

Gelebte Integration

Auch bei der Einweihungsfeier mit 97 Gästen, darunter viele Familien und auch die im Dorf angesiedelten Flüchtlinge. Das sei ein Stück weit gelebte Integration, lobte die Ortsvorsteherin. Der Kuchen wurde von einigen Frauen des Ortes gebacken und gespendet. Auch die Flüchtlingsfamilien steuerten Sachen für die gemeinsame Feier bei. Nachmittags seien noch zwei Flüchtlingsfamilien aus Verliehausen mit einem Betreuer gekommen. „Wie bei uns im Dorf üblich, musste ich auch von der Rutsche rutschen“, sagte Roswitha Gerke, die sich über die sehr gute Beteiligung und die gute Stimmung freute. Und weil alle ihren Spaß hatten, sei auch kräftig gespendet worden.

Bis auf einen kleinen Betrag sei auch durch andere Spenden aus dem oft als Kaffeestadt bezeichneten Dorf der nötige Betrag zusammengekommen. Gerke ist sich sicher, dass auch der Restbetrag zugunsten des Spielplatzes noch zusammenkommt.

Wie die anderen Uslarer Dörfer auch, hat Ahlbershausen nur noch einen Spielplatz. Das Gelände des ehemaligen Bolzplatzes hat ein Einwohner gekauft und nutzt die Fläche auch zum Großteil, sagte Roswitha Gerke. Weil Kinder aus dem Dorf aber den Wunsch nach einem Bolzplatz geäußert haben, habe der Besitzer sogar ein Stück abgemäht, damit die Kinder dort kicken können.

Platz gut genutzt

Das Ortschaftsgeld allein reicht laut der Ortsvorsteherin nicht aus, um neue Spielgeräte für den Platz gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus anzuschaffen. Lediglich die Unterhaltung könne damit bezahlt werden. Der Einsatz hat sich gelohnt, heißt es aus dem Dorf, weil der Platz sehr gut genutzt wird. (jde)

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