Lagerleben auf Gut Steimke

Vorarbeiten: Seit dem Wochenende sind Helfer mit den Vorbereitungen für das Bundeslager der Deutschen Waldjugend beschäftigt. Ab Samstag schlagen auf der Wiese mehr als 500 Kinder, Jugendliche und Betreuer ihre Zelte auf. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Am Samstag dürfte es auf Gut Steimke mit der Ruhe vorbei sein: Aus ganz Deutschland reisen Ortsgruppen der Deutschen Waldjugend an, um ab dem Morgengrauen auf der großen Wiese neben dem Gut ihre Zelte aufzuschlagen.

450 Anmeldungen liegen für das Bundeslager, das die Deutsche Waldjugend alle drei Jahre in den Sommerferien an einem anderem Ort veranstaltet, vor. „Weitere 100 kommen wahrscheinlich unangemeldet“, berichtet Sven Krumnau, der mit einen Dutzend Helfer bereits am vergangenen Wochenende mit den Vorbereitungen für das Lager begonnen hat.

Zunächst wurden die großen Zelte für den allgemeinen Bedarf, in denen unter anderem auch die Lagermannschaft schläft, aufgestellt.

Außerdem stand die Vorbereitung der kompletten Infrastruktur wie eine Lagerstraße, über die im Notfall alle Bereiche des Zeltplatzes erreichbar sind, an. Es mussten Stangen für die Kohten und Jurten – das sind Zelte, in denen zusammen gegessen, gekocht, geschlafen und gesungen wird – geschlagen werden.

Marketenderei

Damit nicht alle Gruppen zum Einkauf nach Uslar reisen müssen, wird in der Gutsscheune eine Marketenderei eingerichtet. Dank der Kooperation mit einem Uslarer Supermarkt werden die Lagerbewohner dort benötigte Lebensmittel bestellen und später abholen können. Sehr zufrieden zeigte sich Sven Krumnau mit den örtlichen Bedingungen und dem Kontakt zu den Hausherrn von Gut Steimke. Alle Absprachen klappten ganz unproblematisch, freute sich der Lagerorganisator.

In Anlehnung an die Olympischen Spiele lautet das Lagermotto dieses Jahr „Waldlympia“. Thematischer Schwerpunkt soll die Beschäftigung mit einer nachhaltigen Entwicklung und Bildung auf regionaler und globaler Ebene sein.

Dazu wird der Lagerplatz in olympische Dörfer eingeteilt, deren ökologische Fußabdrücke erhoben werden, um sie am Ende des Lagers miteinander zu vergleichen. „Dieser Wettkampf soll dazu anregen nachzudenken, wie wir unsere natürlichen Ressourcen nutzen“, heißt es. Eine Aktion im Sinne der Nachhaltigkeit ist auch die Marketenderei sowie das Angebot regionaler und ökologisch angebauter Lebensmittel.

Bei Ausflügen können die Lagerbewohner den ErlebnisWald bei Schönhagen und den Baumtypen-Pfad des Landeforstamtes Winnefeld kennenlernen. Für Spaß und Spannung sollen außerdem der traditionelle Singe- und Jagdhorn-Bläserwettstreit sowie ein Kochwettbewerb sorgen. (shx) SIEHE HINTERGRUND RECHTS

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.