Lieder und Musik unter Maibäumen im Uslarer Land

Gemeinsame Anstrengung: In Schönhagen sorgten der Verein für Zusammenarbeit fürs Aufstellen des Maibaumes und die anschließende zünftige Feier auf der Meinte im Freien. Die Regie beim Aufrichten des Baumes hatte Steffen Utermöhle (4. von rechts). Foto: Dumnitz

Uslar/Schönhagen. Die Maikundgebung des Ortsverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vor dem Uslarer Rathaus stand am Sonntag ganz im Zeichen der Forderung „Zeit für mehr Solidarität“. Rund 70 Einwohner nahmen teil. Vorausgegangen war das traditionelle Aufstellen des Maibaums.

Das erledigen in der Kernstadt der Ortsrat und Helfer der Feuerwehr. Für Lieder unterm Maibaum sorgten einmal mehr die Sänger des Volkschors Waldesgrün mit Dirigentin Jelena Geiger.

In ihrer Mairede unterstrich Julia Niekamp (Göttingen) von der Gewerkschaft Verdi die Notwendigkeit der Solidarität für gleiche Ziele in der Gesellschaft. Sie erinnerte an Erfolge durch Forderungen der Gewerkschaften etwa im Bereich der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Kirchen/Diakonie. Niekamp hofft, dass bei den aktuellen Verhandlungen der IG Metall etwas für die Beschäftigten „rauszuholen“ ist. Die Diskussionen vor der Einführung des Mindestlohnes bezeichnete sie als „reine Panikmache“. Zu Arbeitsplatzverlusten sei es nicht gekommen und somit habe es den Beschäftigten genutzt und nicht geschadet.

Als „Propaganda“ bezeichnete Niekamp den Versuch, die alten gegen die jungen Menschen beim Thema Rente auszuspielen. Die Renten seien durch Beiträge gesichert und im Zweifel müsse sie über Steuern finanziert werden.

Solidarität sei an vielen Stellen gefragt. Werkverträge und Leiharbeit dürften nach Ansicht der Verdi-Sprecherin die Arbeitnehmer nicht weiter spalten. Von der Politik werde da eine Stärkung durch Gesetze erwartet. Solidarisches Anliegen sei eine bessere Umverteilung, so Niekamp. Das Problem seien beispielsweise nicht die Flüchtlinge im Land, sondern die reichen Steuerflüchtigen, die man sich nicht leisten dürfe.

Tag der Arbeit

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer unterstrich vor dem Rathaus zum Tag der Arbeit, dass Solidarität ein wichtiges Ziel für die Zukunftsgestaltung sei. Solidarität binde Menschen an ihre Gesellschaft und trage dazu bei, den sozialen Frieden zu wahren. Es gehe um Solidarität zwischen den arbeitenden und erwerbslosen Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen, Schwachen und Starken. Es sei ein Gebot der Solidarität, wenn alle Verantwortlichen sich dafür einsetzen, die Arbeitslosenquote von derzeit 6,7 Prozent zu senken, weil das Auswirkungen auf den gesamten Raum habe, dem mit einem „verfehlten Landesraumordnungsprogramm und einem Placebo-Südniedersachsenplan“ nicht geholfen sei.

In Schönhagen praktizierte der Verein für Zuzsammenarbeit einmal mehr Solidarität. Fleißige Helfer hatten den Maibaum mit einem Kranz und blauweißen Fähnchen geschmückt. Beim Aufstellen packten viele mit an, für Musik sorgte der Spielmannszug und anschließend wurde zünftig in geselliger Runde gefeiert.

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