Museums-Ideen für altes Gierswalder Spritzenhaus

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Soll erhalten bleiben und kleines Dorfmuseum werden: Ein Teil des 1929 erbauten Spritzenhauses an der Bundesstraße in Gierswalde dient den Bus-Fahrgästen derzeit auch als Unterstand. Später soll das Gebäude mit dem Schlauchturm Ausstellungsareal werden.

Gierswalde. Angst vor Höhe kennen die Mitglieder des Fördervereins Spritzenhaus in Gierswalde nicht. Sie verpassen dem ehemaligen Schlauchturm derzeit ein neues Dach und eine neue Außenverkleidung. Das Gerüst um den Schlauchturm ist schon von weitem zu sehen.

Ebenso Manfred Grützner, der stets seinen gelben Helm bei der Arbeit auf dem Gerüst trägt. Direkt an der Bundesstraße klettern er und seine Vereinskollegen das Gerüst rauf und runter, um Bretter und anderes Material nach oben zu bringen. Weil das ehemalige Spritzenhaus, das 1927 gebaut und bis Anfang der 1980er Jahre von der Ortsfeuerwehr genutzt wurde, auch den Unterstand der Bushaltestelle bildet, wollen sie die Ferienzeit nutzen und bis Ende Juli fertig werden.

Eingerüstet für die Sanierung: Das alte Spritzenhaus wollen Manfred Grützner (gelber Helm) und weitere Helfer auf Vordermann bringen.

Den Verein und die Idee, aus dem Spritzenhaus etwas zu machen, von dem der ganze Ort profitiert, gibt es bereits seit sieben Jahren. Damals übernahm der Förderverein das Haus für den symbolischen Preis von einem Euro von der Stadt Uslar, mit der Maßgabe, es weiter zu unterhalten. Aktuell habe man 20 Mitglieder, berichtet Vorstand Fritz-Ulrich Siebrecht, mit steigender Tendenz.

Die Sanierung des Schlauchturms ist nur der erste Bauabschnitt, mit Kosten von 1500 Euro für das Baumaterial. Als nächstes soll das Dach des Gebäudes erneuert werden, bevor es an die Räume darunter geht. Im Innern ist geplant, ein kleines Museum für das örtliche Handwerk herzurichten. Jetzt lagert dort noch Material der örtlichen Vereine. Im Winter wurden auch die Ruhebänke aus der Gemarkung zum Schutz dort untergestellt.

Sponsoren fördern Projekt

Bis das Gebäude endgültig nach den Vorstellungen des Fördervereins saniert ist, wird es aber noch einige Zeit dauern. In diesem Jahr werde das mit Sicherheit nichts mehr, hieß es auf der Baustelle.

Ohne Sponsoren, wie in diesem Fall die Kreis-Sparkasse Northeim, gehe es auch nicht. Einen Dank schickte der Vorstand auch an Sven Tilch aus Schlarpe: Er hatte mit einem kräftigen Frühstück dafür gesorgt, dass die Männer den langen Arbeitstag gut durchhielten. 

Von Gudrun Porath

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