Riehm bleibt am Ruder: Zweite Amtszeit für Bollenser Ortsbürgermeister

Der neue Bollenser Ortsrat: Arno Warnecke (vorn von links), Nico Brekerbohm und Werner Peschke sowie (hinten von links) Stefan Riehm und Susanne Schwedler. Foto: Dumnitz

Bollensen. Ein Dutzend Zuhörer verfolgten am Donnerstag die öffentliche Sitzung des Bollenser Ortsrates und damit die Wiederwahl von Ortsbürgermeister Stefan Riehm. Er enthielt sich im Dorfgemeinschaftshaus der Stimme und wurde von seinen vier Ortsratskollegen gewählt.

Gleichzeitig will er die Aufgabe des Ortsbeauftragten übernehmen. „Ich habe ja kurze Wege zur Verwaltung“, sagte Riehm, der beim städtischen Bauhof arbeitet. Bei eigener Enthaltung wurde Susanne Schwedler mehrheitlich in offener Abstimmung zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin gewählt.

Außerdem sitzen Arno Warnecke, Nico Brekerbohm und Werner Peschke im Ortsrat. Peschke hatte die Sitzung eröffnet und den neuen Ortsrat per Handschlag verpflichtet. Er wünscht sich, dass der neue Ortsrat sich stets zum Wohle des Ortes einsetzt.

Verabschiedung später

Vertreter für den Unterhaltungsverband Schwülme soll nach dem Votum des Ortsrates Arno Warnecke sein, sein Stellvertreter Stefan Riehm. Die Verabschiedung der aus dem alten Ortsrat ausgeschiedenen Mitglieder Arnd Deilke und Gerd Nolte als beratendes Mitglied – beide waren verhindert – soll nachgeholt werden, kündigte Riehm an.

Einmütig stimmte der fünfköpfige Ortsrat der Übertragung von 2800 Euro Ortschaftsgeld als Rest aus diesem Jahr in das nächste Jahr zu. Auch Reste aus dem Vorjahr sollen im kommenden Jahr ausgegeben werden. „Zusammen mit dem neuen Ortschaftsgeld für 2017 in Höhe von 5700 Euro können wir vielleicht ein neues Großprojekt in Angriff nehmen“, sagte Riehm. Wofür das Geld ausgegeben werden soll, will der Ortsrat noch beraten.

Riehm teilte mit, dass diesen Winter trockene Obstbäume in der Gemarkung durch neue Bäume ersetzt werden sollen. Kürzlich sei eine sechsköpfige Abordnung aus dem Dorf Müden (Lüneburger Heide) zu Gast gewesen, sagte Riehm. Das Dorf wolle im kommenden Jahr das 1000 Jährige Bestehen feiern und erkundigte sich in Bollensen wegen der Organisation. Das Treffen sei sehr gut gewesen und man sei zur Feier eingeladen worden.

Neuer Anlauf für Jugendraum

Es soll einen neuen Anlauf zur Öffnung des Jugendraumes im Gemeinschaftshaus geben. Ansprechpartner ist Werner Peschke, der von einem ersten Treffen mit 13 Jugendlichen berichtete, die Interesse an der Nutzung haben. Man bleibe im Gespräch.

Über die Kirchengemeinde Volpriehausen habe man erfahren, dass nahe des Dorfes an der Wolfskuhle ein großes Windrad geplant werde. Die Kirchengemeinde hat dort ein Grundstück und sollte laut Edda Bauer eine Stellungnahme dazu abgeben. Man habe der Errichtung nicht zugestimmt, sagte Edda Bauer.

Der Ortsrat sei von dem Vorhaben noch nicht unterrichtet, hieß es. Riehm und seine Kollegen forderten wegen der möglichen Nähe zum Ort dringend Informationen von der Stadt Uslar. (jde)

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