Region: Neben Kabelanschlüssen gibt es auch Verbindungen per UMTS aus der Luft

Schnell ins weltweite Netz

Breitbandversorgung: Bei entsprechender Netzleistung kann man schneller surfen, mailen und Musik herunterladen.| Archivfoto: dpa

Uslar/Bodenfelde. Die Region Uslar/Bodenfelde ist nicht mehr groß gespalten, was die Versorgung mit dem schnellen Internet angeht. Der Großteil der Einwohner kann auf einen schnellen Zugang ins weltweite Netz zurückgreifen. Nur in einigen Bereichen fehlen noch DSL-Anschlüsse (Digital Subscriber Line).

In Vahle wurden vergangenes Jahr 90 Haushalte neu an das Breitbandkabel in der Erde mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s) angeschlossen, in Bollensen sind es 201 und in Schoningen, Verliehausen und Ahlbershausen 620, teilte Telekom-Pressesprecher Dr. Lorenz Steinke auf Anfrage mit.

Breitband und UMTS

Im Bereich Bodenfelde/Wahmbeck steht für 110 Haushalte Breitband-Internet über die Luft per UMTS mit bis zu 42,2 MBit/s bereit. Über Verfügbarkeit, Buchung und Tarife informiert die Telekom unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-3303000 sowie der Fachhandel. Wer einen DSL-Anschluss nutzt, kann die höhere Internetgeschwindigkeit dort ebenso buchen.

Vom Land Niedersachsen vorgegeben ist laut Steinke eine Versorgung möglichst vieler Haushalte in den bisher als „weiße Flecken“ bezeichneten Gebieten mit mindestens zwei MBit/s per Mobilfunk oder Erdkabel.

Landesweit hat die Deutsche Telekom nach entsprechenden Aufträgen auf Grundlage von Ausschreibungen laut Sprecher Steinke bisher 56 000 Kunden über Mobilfunk oder Festnetz versorgt. Im Internet gibt es unter www.t-mobile.de/funkversorgung/inland eine Karte, auf der Versorgungsbereiche zu erkennen sind. Über einzelne Standorte gibt es dort mehr Informationen. „Eine Einzelprüfung gibt jedem Klarheit“, sagte Lorenz Steinke.

Über den vom Land vorgeschriebenen Ausbau hinaus können Städte und Gemeinden eigene Ausschreibungen vornehmen. Das Land hat definiert welche „weißen Flecken“ sogar Fördergeld für einen Ausbau erhalten.

Beispielsweise müsste die Stadt Uslar ein Bekundungsverfahren für das teilweise noch unterversorgte Fürstenhagen, das per UMTS am Netz hängt, eröffnen und zugleich einen Zuschuss für das Projekt bereitstellen. Die Telekom hat deutschlandweit bereits 2000 Kooperationen mit Gemeinden geschlossen und diese mit Breitbandanschlüssen versorgt, so Lorenz Steinke.

Die DSL-Technik nutzt die Tatsache, dass der analoge Telefonverkehr im Kupferkabel Frequenzen bis vier Kilohertz belegt, obwohl noch höhere Frequenzen möglich sind. Durch ein Aufsplitten in unterschiedliche Kanäle etwa für Sprach- und Dateninformationen, und die Nutzung der bisher ungenutzten höheren Frequenzbereiche, bringen DSL-Technologien das Kupferkabel auf sehr schnelle Übertragungsraten. (jdx)

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