Schwere Unfälle: Uslarer Ratsherr will Fahrer schützen

Große Hinweistafeln: Auf dem Abschnitt der Landesstraße zwischen Offensen und Adelebsen gab es schon viele Unfälle. Unser Archivbild zeigt das Aufstellen einer Tafel der Verkehrswacht und der Polizei 2003. Jetzt fordert der Uslarer Ratsherr Werner Driehorst ein Überholverbot. Archivfoto: Dumnitz

Uslar. Mit Zeitungsausschnitten und Bildern von Unfällen auf der Landesstraße zwischen Offensen und Adelebsen sowie eigenen Eindrücken warb der Uslarer parteilose Ratsherr Werner Driehorst in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Uslarer Wirtschafts- und Entwicklungsausschusses vehement für eine Geschwindigkeitsbegrenzung und ein Überholverbot.

Es müsse dort dringend etwas passieren, weil es vor allem im Bereich unterm Wald zwischen Offensen und der Abzweigung Richtung Eberhausen schon zu viele Verkehrstote und Schwerverletzte gegeben habe. Driehorst sorgt sich. „Das sind doch Einwohner aus unserer Region, die da jeden Tag fahren“, sagte er im alten Rathaus. Gern hätte er über seinen Antrag abstimmen lassen, doch die anderen Mitglieder des Fachausschusses sagten, dass Uslar nicht zuständig sei.

Driehorst warb für mehr Sicherheit, auch wenn der Großteil des Streckenabschnitts zum Gebiet des Fleckens Adelebsen und damit dem Landkreis Göttingen gehört. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer sagte ihm zu, sich in der Angelegenheit mit der Verwaltung in Adelebsen in Verbindung zu setzen und einen Ortstermin mit Polizei und Straßenverkehrs-Experten anzuregen.

Seinen Antrag zog Driehorst daraufhin zurück. Wichtig sei ihm, dass man sich mit dem Unfallschwerpunkt auf der Landstraße beschäftige und nach Lösungen suche.

In einem anderen Teilabschnitt nahe der Kirchenruine seien bauliche Maßnahmen errichtet worden, um auf dem kurvenreichen Streckenabschnitt für erhöhte Aufmerksamkeit bei den Verkehrsteilnehmern zu sorgen und für eine langsamere Fahrt. Dort sind unter anderem Dutzende Leitpfosten mit nur geringem Abstand am Fahrbahnrand aufgestellt worden. Außerdem habe es dort Warnschilder der Verkehrswacht gegeben.

Verwaltung beauftragt

Peter Milla vom Uslarer Polizeikommissariat sagte, dass lediglich 4,4 Kilometer der Straße im Bereich des Landkreises Northeim sind und es bereits ein Überholverbot gebe. Überholen sei nicht der Grund für die schweren Unfälle gewesen, so Milla. Häufige Gründe seien, dass Autofahrer in den Gegenverkehr geraten. „Aber auch Schilder verhindern nicht das Rasen“, sagte der Polizist. Über die Polizeiinspektion Göttingen/Northeim solle ein runder Tisch angeregt werden, um über geeignete Maßnahmen zu beraten.

Die Mitglieder des Fachausschusses beauftragten daraufhin den Bürgermeister einstimmig, sich für einen Ortstermin und Gespräche einzusetzen.

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