Sollinger Skywalker schaffen in Belgien 100 Kilometer an einem Tag

Geschafft: Die Skywalker aus dem Solling mit (von links Thomas Fritsch, Manfred Heinemann, Steffen Zimmermann, Steffen Utermöhle und Daniel Utermöhle haben die 100-Kilometer-Tour Dodentocht in Belgien gemeistert. Foto: nh

Uslar. Fünf Skywalker aus dem Solling haben die berühmte Wanderung Dodentocht in Belgien mit Erfolg bewältigt: Das Quintett der Sollinger Wandergruppe mit Manfred Heinemann und Steffen Zimmermann aus Eschershausen, Daniel und Steffen Utermöhle aus Schönhagen sowie Thomas Fritsch aus Dahlhausen/Bodenfelde schaffte die 100 Kilometer lange Wanderung in der Kleinstadt Bornem südlich von Antwerpen weit unter der Vorgabe von maximal 24 Stunden.

Plätze werden beim Dodentocht nicht vergeben, denn die Herausforderung allein ist es, die 100 Kilometer binnen eines Tages zu meistern, berichten die Skywalker. 40 Prozent der Teilnehmer blieben diesmal auf der Strecke. Umso größer war die Freude des Quintetts, dass jeder das Ziel erreichte.

Training seit Frühjahr

Seit dem Frühjahr hatten sie für den Dodentocht trainiert. Zur Vorbereitung dienten unter anderem die Höhenzüge des Sollings sowie regionale Volks- und Wandertage.

Das Besondere am Dodentocht ist, dass Tausende von Menschen an der Strecke stehen und die Wanderer – diesmal 12 655 an der Zahl – immer wieder anfeuern, bis in die frühen Morgenstunden.

Der Marsch ist wie ein großes Volksfest für die Menschen der Region. Kinder verteilen Süßigkeiten, klatschen die Wanderer ab und wünschen immer wieder „success“ (Erfolg). So geht die Nacht wie im Flug vorbei, die schlimmste Phase der Wanderung, schildern die Skywalker ihre Eindrücke.

Wer den Dodentocht bezwingt, erhält im Ziel sein persönliches Diplom, einen Orden mit der Anzahl der jeweiligen Teilnahmen, einen Kuchen zur Stärkung sowie eine Flasche heimischen Bieres zur Erfrischung.

Die erste Auflage des Dodentochts startete 1970 mit gerade einmal 65 Wanderern. Mittlerweile bedeutet Dodentocht sinngemäß übersetzt „Marsch der Toten“. Grund dafür: Viele Wanderer sind am Ende nicht mehr in der Lage, einen Fuß vor den anderen zu setzen, berichten die Skywalker. Und: Leider komme es immer mal wieder zu Todesfällen während der Wanderung. Das Symbol des Dodentochts ist denn auch der Totenkopf, weshalb die Tour im deutschsprachigen Raum häufig als „Totenkopfmarsch“ bezeichnet wird. (fsd)

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