Ziel war es, den Wanderpokal zu gewinnen

Spektakel im Schottenrock amüsierte Zuschauer bei Delliehäuser Highland Games

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Balanceakt: Um den drei Meter langen Holzstamm möglichst weit zu werfen, mussten sich auch die Akteure der späteren Siegermannschaft des Junggesellenclubs Schlarpe ordentlich ins Zeug legen.

Delliehausen. Wenn in Delliehausen Männer in Schottenröcken unterwegs zum Sportplatz sind, ist die Zeit reif für Highland Games. Beim Baumstammwurf, Strohsackwerfen oder Steinstoßen sind Muskelkraft und Geschicklichkeit gefragt.

Blau und silbern glitzerte der Wanderpokal in der Grillhütte. Als erste Sieger der Highland Games hatten sich im vergangenen Jahr die Schlarper Junggesellen darauf verewigen können. Auch diesmal gewannen sie das sportlich-spaßige Spektakel mit 1305 Punkten. Akteure waren Jan Zufuß, Dennis Pietsch, Marc Wunderlich, Kevin Becker und Jan Schüddekopf. Zweiter wurde die Mannschaft der Ortsfeuerwehr (1294 Punkte) vor der örtlichen Osterfeuergruppe (1078) und der Delliehäuser Mannschaft Aktion Sorgenkind (686).

Die Einzelwertung gewann Alexander Mascher vor André Schumann und Jan Schüddekopf .

Der Vorsitzende des ausrichtenden Turn- und Sportvereins, Jörg Baumann, freute sich, dass diesmal bereits vier und damit eine Mannschaft mehr als vergangenes Jahr angetreten sind.

Einige Sportler waren am Samstag sogar in Schottenröcken auf der Haje angetreten und wurden von zahlreichen Zuschauern bejubelt.

Auf dem Sportplatz hatten die Organisatoren Sektionen abgesteckt und einen Parcours aufgebaut. Spektakulär war das Baumstammwerfen, bei dem ein langer und schwerer glatter Stamm so weit wie möglich geworfen werden musste.

Viel gelacht wurde beim Huckepack-Rennen, bei dem die Teilnehmer sich gegenseitig auf dem Rücken über einen Parcours tragen und dabei mit einer Lanze Gegenstände treffen mussten.

Beim Strohsackwerfen über das Fußballtor in einen Zielkreis war eine Schwierigkeit eingebaut. Die Werfer mussten den Sack rückwärts über den Kopf werfen und konnten das Ziel so nicht sehen.

Bier als ein wesentliches Element bei der Verpflegung der Teilnehmer spielte ebenfalls eine wichtige Rolle – ganz nach dem schottischen Vorbild der Highland Games. Jeder Teilnehmer musste ein volles großes Bierfass über eine festgelegte Strecke auf dem holprigen Rasen rollen. Das fiel manchem schwerer als gedacht. Den Höhepunkt bildete ein Spiel, bei dem die Teilnehmer auf einem hohen Balken sitzen und sich gegenseitig mit einem Strohsack herunter schlagen müssen.

Weitere Spiele geplant

Bei dem erkennbaren Spaß, den alle Teilnehmer und Zuschauer hatten, hofft Jörg Baumann auf noch mehr Mannschaften im kommenden Jahr, die gerne auch aus anderen Orten kommen dürfen. Die Highland Games sind für den TSV allerdings nur eine Veranstaltung, um den Sportplatz zu beleben, seit im Dorf kein Fußball mehr gespielt wird.

Im Frühjahr hatte man bereits einen Volkslauf dort gestartet, im Herbst, am 12. November, soll laut Baumann in der angrenzenden Mehrzweckhalle erstmals ein Ringer-Turnier für Männer und Frauen stattfinden. Dabei handelt es sich nicht um das olympische Ringen, sondern um „Grappling“, eine Art Griffkampf, an dem sich auch Ungeübte beteiligen können. (zyp)

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