Suppenküche hilft der Uslarer Tafel: Tag der offenen Tür im Tafel-Laden

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Tag der offenen Tür: Monika Preußner (von links), Sigrid Netzeband, Gerry Egner und Reinhard Preußner von der Uslarer Tafel informierten die Besucher.

Uslar. Öffentlich auf Armut aufmerksam zu machen und für mehr bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement zu werben, war Ziel des Deutschen Tafel-Tages.

Auch in der Uslarer Tafel konnten Gäste hinter die Kulissen schauen. Obwohl der Andrang mäßig war, kamen einige, um sich als freiwillige Helfer zu engagieren.

Jeder Besucher wurde von den Tafel-Helfern persönlich begrüßt und durch die Räume an der Ausschnippe geführt. Im ehemaligen Getränkemarkt Götting befinden sich neben den Lagerräumen mit Kühlraum auch ein neues Wartezelt und der Verkaufsraum der Tafel.

In dem langen Raum sind entlang der Wände und in der Mitte Regale angebracht, in denen die Waren präsentiert werden. Selbst herausnehmen sollen die Kunden sie nicht, erläutert Reinhard Preußner vom Vorstand des Trägervereins. Dafür sind die Helfer zuständig. Die Kunden zeigen auf das gewünschte Brot, bestimmte Molkereiprodukte, Obst oder Gemüse und der Helfer legt es in den Einkaufswagen.

Kunden ziehen Nummern

Um die Übersicht zu behalten, werden jeweils nur vier Kunden gleichzeitig in den Laden gelassen. Das habe, so Preußner, schon zur Unzufriedenheit geführt, weil einige bereits sehr früh erschienen seien und sich vor der Tür aufgestellt hätten. Das führte bei anderen, die nicht so früh da sein konnten, zu Frust. Darum gibt es jetzt Nummern, die alle Anwesenden beim Öffnen des Tafel-Ladens aus einem aufgefächerten Kartenspiel ziehen müssen.

Während es anderwo Wartelisten gibt, können die Uslarer Tafel-Kunden zweimal in der Woche zur Tafel kommen. Damit nicht zu viele auf einmal da sind, gibt es Kundenkarten in zwei Farben.

Sind die Kunden mit der gelben Karte in der ersten Stunde der Öffnungszeit dran, kommen die mit einer orangen Karte in der zweiten Stunde und umgekehrt. Wer welche Kartenfarbe erhält, ist Zufall. Sie werden abwechselnd in der Reihenfolge der Anträge vergeben.

Aktuell sei der Bestand der Tafel gesichert, sagt Reinhard Preußner. Die Waren kommen aus Supermärkten der Region, Bodenfelde, Hardegsen und Adelebsen bis Dransfeld und selbstverständlich aus Uslar. Manchmal auch aus einem Aldi-Zentrallager in Hann. Münden, wie aktuell Konfitüre und Nudelsoße.

Wenn dort eine Palette auch nur leicht beschädigt ankomme, würden die darauf befindlichen Waren sonst weggeworfen. Also fahre man hin und hole die Lebensmittel ab, heißt es von Seiten der Uslarer Tafel. Deren Finanzierung fußt auf den zwei Euro oder drei Euro, die Einzelpersonern beziehungsweise Bedarsgemeinschaften für einen Einkauf zahlen, den Mitgliedsberiträgen des Tafel-Trägervereins sowie Spenden.

Eine wichtige Rolle habe Dirk´s Suppenküche auf dem Landmarkt, heißt es. Dort lassen sich jeden Freitag die Markt-Besucher Suppen schmecken, die von Tafel-Helfern und Dirk Schwarz vom Landhotel am Rothenberg in Volpriehausen zubereitet werden. (zyp)

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