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Übung mit Gefahrgut-Unfall

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Dekontamination auf der Langen Straße: Nach dem Übungs-Einsatz am Gefahrgut-Transporter wurden die Feuerwehrleute in Spezialanzügen gereinigt. Foto: Dumnitz
Dekontamination auf der Langen Straße: Nach dem Übungs-Einsatz am Gefahrgut-Transporter wurden die Feuerwehrleute in Spezialanzügen gereinigt. © Dumnitz

Uslar. Mit Vollschutzanzügen musste die Feuerwehr am Donnerstag bei einem Unfall zwischen einem Gefahrgut-Kleintransporter und einem Radfahrer an der Fußgängerzone in Uslar vorgehen. Der Unfall war allerdings inszeniert und Teil einer Übung, die Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob angesetzt hatte.

Um 18.55 Uhr wurden die Feuerwehren Uslar, Schoningen, Ahlbershausen, Verliehausen, Fürstenhagen und Offensen alarmiert. Die Wehren aus dem Bereich Uslar-Süd sind der Not-Dekontaminations-Zug, erklärte Jörg Jacob. Insgesamt übten 58 Feuerwehrleute den Ersntfall.

Bei einem solchen Einsatz ist es wichtig, Angaben über die Gefahrstoffe zu bekommen, berichtete der Stadtbrandmeister überdas Vorgehen. Dabei gehe der Eigenschutz der Rettungskräfte vor. So dauerte die Bergung des Radfahrers unter dem Kleintransporter mit 20 Minuten auch deutlich länger als sonst.

Weil zunächst nichts übe das Gefahrgut bekannt war, wurde das Areal vor dem Spenneweih-Brunnen abgesperrt, und die Retter gingen im Chemikalien-Schutz-Anzug (CSA) vor. Der CSA-Trupp barg dann den Verletzten und erkundete danach die Ladung des Transporters. Die vorgefundenen Stoff-Nummern wurden der Einsatzleitung mitgeteilt, um die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Parallel dazu wurde ein dreiteiliger Löschangriff mit Wasser, Schaum und Pulver vorbereitet.

Not-Dekontamination

Die eingesetzten Feuerwehrleuten in den Spezialanzügen wurden anschließend dekontaminiert, und zwar auf einem Not-Dekontaminierungsplatz, den die Süd-Feuerwehren nach einem festgelegten Plan aufgebaut hatten. Im Ernstfall würde der Dekontaminierungszug der Kreisfeuerwehr nach seinem Eintreffen am Ort des Geschehens das Provisorium ersetzen.

Ziel der Übung war die Zusammenarbeit der Löschzüge, die Kommunikation an der Einsatzstelle zur Klärung der Gefahrstoffe und die Bildung von Einsatzabschnitten. Bis auf kleine Fehler seien alle Aufgaben gut abgearbeitet worden. Die Fehler sollen bei der Ausbildung aufgearbeitet werden, so Jacob. Seit Fazit: Das Ziel wurde erreicht.

An der Übung war auch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK mit sieben Helfern beteiligt.  (jdx)

Fotos von Übung mit Gefahrgut-Unfall

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