30 Feuerwehrleute wegen Unwetter im Einsatz

Unfall durch Starkregen: Auto landet in Uslar auf dem Dach

+
Spektakulär: Der 25-jährige Fahrer des Seats blieb am Mittwoch bei einem Unfall vor dem Uslarer Museum unverletzt. Er war mit seinem Auto ungebremst auf einen Granitpfosten am Fußgängerüberweg aufgefahren.

Uslar. Starkregen führte am Mittwoch zu Überschwemmungen auf der Alleestraße in Uslar und in der Folge zu einem Unfall am Mühlentor direkt vor dem Museum.

Laut Polizei war ein 25-jähriger Autofahrer aus Einbeck gegen 14.10 Uhr mit seinem Seat von der Langen Straße kommend auf der Straße Mühlentor unterwegs. Wegen des starken Regens und eines ihm entgegenkommenden Feuerwehrfahrzeugs habe er einen gut einen Meter hohen Granitpfosten am Fußgängerüberweg vor dem Museum nicht gesehen, sagte der junge Mann gegenüber der Polizei.

Ungebremst sei er auf den Pfosten gefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto hochgeschleudert und landete dann auf dem Dach. Der Fahrer blieb unverletzt, der schwere Pfosten zerbrach und landete einige Meter weiter entfernt auf dem Pflaster.

Später stellte das Team eines Abschleppdienstes den Wagen wieder auf die Räder. Während der Bergungsarbeiten war das Mühlentor über eine Stunde lang gesperrt. Den Schaden an dem total beschädigten Auto schätzt die Polizei auf 5000 Euro.

Nicht ungefährlich: Etliche Verkehrsteilnehmer fuhren trotz Überflutung auf der Alleestraße. Anwohner und Schaulustige wunderten sich nur über den Leichtsinn.

Gesperrt war etwa zur gleichen Zeit auch ein Teil der Wiesenstraße. Polizei und Anwohner hatten nach starkem Regen mit teilweise Hagel über etwa 20 Minuten laut Stadtbrandmeister Jörg Jacob gegen 14 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Als diese eintraf, lief das Wasser aus dem Martinsbach etwa auf Höhe des Gebäudes der Stadtwerke bereits über den Gehweg auf die Straße. Von dort floss es etliche Zentimeter hoch bis zur Einmündung auf die Kreisstraße Richtung Eichholz. Damit es besser abläuft, nahmen Anwohner und Feuerwehrleute einige Abfluss-Gullydeckel fürs Oberflächenwasser an den Straßenrändern heraus.

Polizei und Feuerwehr hatten die Straße gesperrt. Dennoch fuhren einige Verkehrsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen durch die Fluten auf der Alleestraße. Das sei nicht ungefährlich, hieß es, weil die fehlenden Gullydeckel dann nicht zu sehen sind und auch die Wassermassen der Technik eines fahrenden Autos so zusetzen können, dass das Fahrzeug plötzlich stehen bleibt. Das könne wiederum zu aufwändigen Bergungsaktionen führen.

Herausgenommene Gullyeinläufe: Damit die Wassermassen schneller ablaufen konnten, wurden Einläufe geöffnet.

Etwa gegen 14.30 Uhr wurde die Feuerwehr dann noch zum Alaris-Schmetterlingspark am Badeland in Uslar gerufen. Dort war in Folge des Regens Wasser in die Parkanlage und in das Funktionsgebäude eingedrungen. Die Feuerwehrleute setzten Wassersauger und Abzieher ein, um das Wasser aus den Räumen zu entfernen.

Insgesamt waren 30 Feuerwehrleute aus Uslar und Wiensen im Einsatz.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.