Andreas Stänger ist neuer Ortsbürgermeister in Schlarpe

Neuer Ortsrat spendet Sitzungsgeld: Nicole Krimling (von links), Andreas Stänger, Berthold Ruwisch und Rolf Grünhagen steckten ihr Sitzungsgeld in den Spendentopf für eine Typisierungsaktion . Foto: Dumnitz

Schlarpe. Das Heidelbeerdorf Schlarpe hat mit Andreas Stänger einen neuen Ortsbürgermeister und mit Nicole Krimling erstmals eine Frau als stellvertretende Ortsbürgermeisterin.

Die Aufgabe des Ortsbeauftragten soll weiterhin Rolf Grünhagen wahrnehmen.

20 Einwohner verfolgten die öffentliche und konstituierende Ortsratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus, die von Grünhagen eröffnet wurde. Der bisherige Ortsbürgermeister Berthold Ruwisch verpflichtete die Ortsratsmitglieder Nicole Krimling Andreas Stänger und Rolf Grünhagen per Handschlag. Nachgeholt werden soll das für Dr. Thomas Friedl, der nicht an der Sitzung teilnahm, aber auch zum neuen Ortsrat gehört.

Ruwisch und Grünhagen waren bei der Kommunalwahl im September für die SPD angetreten, Friedl, Krimling und Stänger erstmals für die neue Wählergruppe Aktives Schlarpe. Stänger wurde bei eigener Enthaltung mit drei Ja-Stimmen nach offener Abstimmung zum neuen Ortsbürgermeister gewählt. Er hat bei der Kommunalwahl mit 98 die meisten Wählerstimmen bekommen.

„Wir müssen uns jetzt kameradschaftlich und freundschaftlich finden, viele Dinge besprechen und für unser Dorf regeln“, sagte Stänger nach seiner Wahl zum Chef im Ort. Der alte Ortsrat habe kein Geld übriggelassen, deshalb müsse der neue Ortsrat jetzt mit dem Ortschaftsgeld für 2017 neu anfangen.

Auch seine Stellvertreterin Nicole Krimling wurde mehrheitlich bei eigener Enthaltung gewählt. Mit Präsenten wurden anschließend Willi Röder, Michael Kirchhoff und Roland Oldriks als bisherige Mitglieder des Dorfgremiums verabschiedet. Seinem Vorgänger Ruwisch überreichte Stänger einen Präsentkorb.

Anschließend spendierten die Ortsratsmitglieder ihr Sitzungsgeld für die anstehende Typisierungsaktion zugunsten des Schlarpers Detlef Striegan, der an Leukämie erkrankt ist. Dann ging die Dose auch unter den Zuhörern herum. „Für die Typisierung brauchen wir jeden Cent“, sagte Nicole Krimling. Spendendosen sollen auch bei den Weihnachtsmärkten der Bollert-Orte rumgehen, warb Stänger um Unterstützung für die Aktion.

Der frühere Ortsbürgermeister Egon Bode mahnte in der Einwohnerfragestunde seit Jahren ausstehende Straßenreparaturen an dem Weg zum Sportplatz und das Fehlen einer Oberflächenwasser-Ableitung auf dem Weg zum Osterteich an. Die Arbeiten stehen aus und der Ortsrat werde das im Auge behalten, hieß es von Berthold Ruwisch.

Stefan Hennecke regte an, dass sich der Ortsrat mit anderen Gremien um EU-Fördergeld für die Bollert-Region bemühen soll. Stänger kritisierte, dass bisher nur Uslars Bürgermeister und Vertreter der Bürgerinitiative am Tisch saßen. Er forderte, dass alle Ortsräte mit beteiligt werden, damit für gute Projektideen Fördergeld beantragt werden könne.

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